Sportlich geht der Kampf von Handball-Traditionsklub Bärnbach/Köflach um den Klassenerhalt demnächst in die heiße Phase. Im Nachwuchsbereich gibt der Verein bereits ordentlich Gas für eine aussichtsreiche Zukunft.
Das Abstiegsgespenst hat es sich in Bärnbach und Köflach in den letzten Jahren gemütlich gemacht. Zum fünften Mal in Folge müssen die Weststeirer in die HLA-Abstiegsrunde, das steht vier Runden vor Ende des Grunddurchgangs bereits fest.
Dennoch weht eine Brise Aufbruchsstimmung durch die beiden Hallen des Vereins. Robert Weber, im Herbst Sensationstransfer und mittlerweile Spieler-Trainer, hat einen Teil der EM-Euphorie aus dem Nationalteam zu seinem Klub mitgebracht.
Deutlich stärker seit der EM
Drei Siege und zwei knappe Niederlagen gegen den Tabellenersten und -zweiten stehen seither zu Buche. „Das hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Wir sind auf dem richtigen Weg, wollen keinesfalls absteigen“, erklärt Christian Glaser, im Klub-Vorstand für die Jugendarbeit zuständig.
Auf dem Nachwuchs liegt seit Herbst ein großer Fokus des Vereins. Bereits mit der Verpflichtung Webers startete eine Reihe von Schul-Aktionen im ganzen Bezirk und Schnuppertrainings, die erfolgreiche EM der Österreicher verlieh dem Vorhaben zusätzlichen Auftrieb.
Training mit Pajovic und Weber
Das nächste Highlight für junge Handballbegeisterte wartet bereits am Donnerstag: Ab 16 Uhr gibt es in der Sporthalle Bärnbach ein Probetraining mit Teamchef Ales Pajovic. Dabei darf auch Weber freilich nicht fehlen.
„Sein Kopf ist ganz bei der ersten Mannschaft und unserem Kampf gegen den Abstieg. Aber er steht uns als Aushängeschild immer gerne zur Verfügung, sagt nie Nein, wenn wir ihn fragen“, erklärt Glaser.
Erfolgreiche Jugendarbeit
Das lockt auch die Kinder zum Handball, über 200 waren es schon vor der EM. Die 20 Nachwuchsteams des Vereins konnten in den vergangenen zwei Jahren acht Landesmeistertitel erringen sowie einmal Silber und zweimal Bronze bei österreichischen Meisterschaften.
Zudem organisiert Bärnbach/Köflach ein U14-Turnier, zu dem zuletzt Handballgiganten wie die Rhein-Neckar Löwen, Vezprem und Celje Teams entsandten. „Nicht schlecht für einen Dorfklub“, meint Glaser mit einem Augenzwinkern.
Nächster Gegner des „Handball-Dorfs“ ist am Samstag in Köflach (19 Uhr) Vöslau, mit denen es wohl in der Abstiegsrunde ein Wiedersehen geben wird.
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