Die USA, das "Zionistische Regime" (Israel) und der britische Geheimdienst MI6 hätten eine Operation geplant, die vorsehe, nach den Moskauer Gesprächen zwischen dem Iran und den fünf Vetomächten plus Deutschland massive Cyberangriffe auf die iranischen Atomanlagen zu starten, sagte Moslehi (Bild). "Sie wollen den Plan immer noch ausführen, aber wir haben die notwendigen Maßnahmen ergriffen", fügte der Geheimdienstminister hinzu.
Die "Washington Post" hatte erst am Dienstag unter Berufung auf offizielle Regierungsvertreter des Westens vermeldet, die USA und Israel hätten gemeinsam den im Mai aufgetauchten Computervirus Flame als Teil ihrer Cyber-Angriffe auf das iranische Atomprogramm entwickelt. Zuvor hatte bereits die "New York Times" berichtet, dass US-Präsident Barack Obama seit seinem Amtsantritt vor dreieinhalb Jahren die Cyberangriffe auf den Iran deutlich verstärkt habe (siehe Infobox).
Auch Israels Vizepremier Moshe Yaalon hatte Ende Mai angedeutet, dass sein Land etwas mit den Cyberangriffen auf iranische Atomeinrichtungen zu tun haben könnte.
Verhandlungen in Moskau ergebnislos beendet
Am Dienstag waren die internationalen Verhandlungen in Moskau über das iranische Atomprogramm ergebnislos beendet worden. Den teilnehmenden Staaten war es nicht gelungen, die entscheidenden Streitpunkte beizulegen. Am 3. Juli soll ein "technisches Treffen" in Istanbul stattfinden. Davon soll abhängen, ob es weitere diplomatische Gespräche mit dem Iran geben wird.
Der Westen und Israel verdächtigen den Iran, an der Entwicklung einer Atombombe zu arbeiten. Teheran versichert, sein umfangreiches und militärisch gesichertes Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.