Zwischenbilanz nach dem ersten Schul-Halbjahr: 2227 Kinder nahmen im Burgenland 8200 kostenfreie Nachhilfestunden in Anspruch. Dadurch haben die Eltern rund 246.000 Euro gespart.
Seit Beginn des Schuljahres 2023/24 wird im Burgenland die kostenlose Nachhilfe für Pflichtschüler umgesetzt. Der Bedarf ist enorm, 2227 Kinder nehmen diese Unterstützung - die 8200 Nachhilfestunden wurden von den jeweiligen Lehrkräften organisiert - in Anspruch. Nimmt man 30 Euro als durchschnittlichen Preis für eine zu bezahlende Einheit an, haben die Eltern in Summe 246.000 Euro gespart.
Kein Budget bei vielen Familien
„Die Ausgaben für private Nachhilfe sind eine große finanzielle Belastung“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der dieses österreichweite Vorreitermodell ins Leben gerufen hat. „Bei vielen Familien ist in Zeiten der Teuerung einfach kein Budget dafür übrig.“ Aber: „Schulischer Erfolg und die Zukunft der Kinder dürfen nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängig sein.“
Bundesweiter Bedarf
Doskozil sieht den Bedarf auch für Bundesschulen. „Er ist überall groß. Vor allem, wenn es in Richtung der Matura geht.“
Laut Bildungslandesrätin Daniela Winkler sorge man im Burgenland dafür, dass alle Kinder faire Bildungschancen hätten. „Egal, aus welchem finanziellen Umfeld sie kommen. Sei es mit diesem einzigartigen System der Gratis-Nachhilfe direkt an jenen Schulen, die in der Kompetenz des Landes liegen, dem Gratiskindergarten oder auch dem kostenlosen Englischunterricht für alle.“
Die Kosten für dieses Projekt - es wurden auch 32 zusätzliche Dienstposten für Lehrkräfte geschaffen - trägt das Land. Knapp zwei Millionen Euro sind insgesamt in diesem Schuljahr budgetiert.
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