Heutzutage muss man schon froh sein, wenn die unheilvolle Zeit Pause macht. So geschehen nun bei der „Weltuntergangs-Uhr“, die in diesem Jahr stehen geblieben ist. Das könnte eine erfreuliche Nachricht sein, wäre es nicht bereits 90 Sekunden vor 12.
2023 rückten die Forscher des „Bulletin of the Atomic Scientists“ den Zeiger der symbolischen Uhr erstmals auf diesen bedrohlich tickenden Countdown. Zu der ständigen Gefahr einer nuklearen Eskalation im Ukraine-Krieg reihen sich die Schrecken des Gaza-Kriegs. Dazu noch die erstarkende atomare Aufrüstung, die Klimakrise, die uns das bisher heißeste Jahr bescherte, und die mangelnde Konsequenz der Welt, dagegen anzugehen, gefährden Milliarden von Menschen. Uff . . .
Es gibt aber trotzdem gute Nachrichten: Die Uhr lässt sich auch zurückdrehen. So geschehen nach dem Ende des Kalten Krieges, als uns 17 Minuten bis Mitternacht blieben.
Und in Österreich ticken die Uhren sowieso langsamer. Da beschäftigt sich der Kanzler lieber mit den wirklich wichtigen Dingen der Menschheit wie dem Gender-Verbot - frei nach dem Zitat „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles 50 Jahre später.“ Ein Zitat, das in verschiedenen Varianten schon so vielen Menschen wie Gustav Mahler, Karl Kraus, ja sogar Abraham Lincoln in den Mund gelegt wurde, dass vielleicht was dran sein mag - und das stimmt in diesem Fall, aber nur und diesem Fall, fast hoffnungsvoll.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.