Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Geisterfahrer in ganz Österreich massiv zugenommen. Insgesamt gab es 444 Falschfahrer. Das ist der größte Wert seit 15 Jahren.
Die erschreckenden Zahlen meldete der Verkehrsservice des Radiosenders Ö3. 54 Meldungen mehr bzw. ein Plus von 14 Prozent gab es im Vergleich zum Jahr 2022. Im vergangenen Jahr wurden bei Geisterfahrerunfällen zwei Menschen getötet - 2022 gab es keinen Toten -, acht Personen wurden schwer und 15 leicht verletzt. Am häufigsten wurden 2023 im Monat November Geisterfahrer gemeldet (49 Mal).
Meisten Geisterfahrerunfälle in NÖ
Insgesamt ereigneten sich 2023 dadurch 14 Unfälle, an denen Geisterfahrer beteiligt waren. Das sind doppelt so viele wie im Jahr davor. Die meisten Crashes, wo der Fahrer in die falsche Fahrtrichtung geriet, waren in Niederösterreich. Die wenigsten Falschfahrer werden aus Wien gemeldet. Oberösterreich verzeichnete den stärksten Anstieg an Geisterfahrten.
Südautobahn stark betroffen
Die meisten Falschfahrten wurden auf der Südautobahn (A2) mit 73 Meldungen registriert, gefolgt von der Westautobahn (A1) und der Tauernautobahn (A10).
Villach als „Geisterfahrer-Hotspot“
Als absoluter „Geisterfahrer-Hotspot“ galt erneut der Großraum Villach. Hier wurden auf der A2, der A10, der A11 und am Knoten Villach in Summe 62 Geisterfahrer gezählt - das entspricht 14 Prozent aller Falschfahrer in ganz Österreich.
Wie auch in den vergangenen Jahren waren an Wochenenden 2023 mehr Geisterfahrer unterwegs als an Werktagen. Der Wochentag mit den meisten Falschfahrern ist der Samstag.
Unkonzentriertheit durch psychische Probleme
Hauptgründe für Geisterfahrten sind Alkohol- und Drogeneinfluss, aber auch Überforderung und Ablenkung. Laut Verkehrspsychologen dürfte vermehrt Unkonzentriertheit durch psychische Probleme aufgrund persönlicher und globaler Krisen eine Rolle spielen.
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