Österreich bei EM:

An der Olympia-Hoffnung hängen viele Unbekannte

Handball
20.01.2024 17:02

Ein Thema ist aufgepoppt, das trotz Erfolgen bei Handball-Großereignissen bisher noch keines war. Platz unter den Top vier der Hauptrunde nötig.

Österreichs Handballer verblüffen bei der EM in Deutschland die Konkurrenz. Durch die Punktgewinne gegen Kroatien (28:28) und Spanien (33:33) und dank des 31:24 gegen Rumänien und des 30:29 gegen Ungarn poppt plötzlich ein Thema auf, das bisher trotz aller Erfolge wie bei zwei Heim-Europameisterschaften (2010, 2020) sowie bei der WM in Katar (Achtelfinale) keines war - die Olympischen Spiele, die lediglich Teamchef Ales Pajovic als Spieler mit Slowenien 2000 und 2004 erlebte.

Wäre etwa für Altmeister Robert Weber ein guter Grund, um trotz vorgerückten Alters (38 Jahre) seine Teamkarriere fortzusetzen. „Diesen Traum würde ich mir noch gerne erfüllen!“

Vierter Platz in der Hauptrunden-Gruppe nötig
Völlig unvermutet könnte zumindest die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier aktuell werden. „Es ist aber alles sehr kompliziert und hängt von vielen Faktoren ab“, schickt ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner voraus. Auf einen einfachen Nenner gebracht: „Wir werden bei der EM in unserer Hauptrunden-Gruppe Vierter werden müssen!“

Bisher sind nur Frankreich (das bei den letzten vier Spielen dreimal triumphierte und heuer in Paris den Titel verteidigt), Dänemark, Argentinien und Japan mit Österreichs Ex-Teamchef Dagur Sigurdsson als Trainer qualifiziert. Acht Plätze sind noch zu vergeben. Ein Teilnehmer wird bei der EM ermittelt. Der Europameister bekommt ein Fixticket. Sollten Frankreich und Dänemark das Finale bestreiten (was realistisch ist), würde der Bronzemedaillengewinner nachrücken.

Bei der Afrika-Meisterschaft in Ägypten, die parallel zur EM läuft, löst der Sieger ebenso ein Paris-Ticket.

Sechs Plätze werden bei drei Qualifikations-Turnieren im März (die Vergabe erfolgt laut Weltverband zwischen 29. Jänner und 4. Februar) vergeben. Die Bewerbungsfrist zur Durchführung sei im Dezember abgelaufen, berichtet ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. Die Chance, so ein Turnier daheim austragen zu dürfen, wäre für Österreich aber ohnehin gleich null gewesen. „Die Anforderungen wären nicht zu stemmen gewesen.“

Während Olympia für unsere Herren Neuland wäre, hatte der große Altmeister im Welt-Handball, der Franzose Nikola Karabatic, bei allen drei Triumphen seine Hände maßgeblich im Spiel. Titel Nummer vier wäre der perfekte Schlusspunkt für den Allrounder, der mit Viktor Szilagyi beim THW Kiel spielte. Karabatic hat sich festgelegt, die Teamkarriere (die 2002 begonnen hat) nach den „Heim-Spielen“ im Sommer in Paris mit 40 Jahren zu beenden.

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