Manager oder Trainer? „Beides ist interessant“, so Julian Baumgartlinger, der am Dienstag gebührend verabschiedet wurde.
Er war nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Kabine und überall sonst stets ein „Sir“, ein Vorbild, einer, der immer 100 Prozent gab, daher zu Recht in 25 seiner insgesamt 84 Länderspiele auch Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft - und er war auch beim „Adieu“ einer mit Stil: Montagabend bat Julian Baumgartlinger in die Wiener Innenstadt am Graben in die Räumlichkeiten der V-Zug Haushaltsgeräte, um sich bei langjährigen medialen Wegbereitern zu bedanken und zugleich seinen Rücktritt zu erklären. War zwar kein Geheimnis mehr, aber nun ist es offiziell, das Knie macht nicht mehr so mit, halbe Sachen sind nichts für „Jules“.
Trainer hatte er viele, angefangen von Karl Daxbacher bei der Austria über Thomas Tuchel bei Mainz, ins Team hatte ihn 2009 Didi Constantini geholt, als Mitspieler blieben ihm vor allem Milenko Acimovic und Kai Havertz in Erinnerung: „Zwei begnadete Fußballer.“ Gestern wurde der 35-Jährige vom ÖFB offiziell verabschiedet, auch da holte ihn die Vergangenheit ein, mit Deutschlands Teamchef Julian Nagelsmann hatte er einst bei 1860 München im Nachwuchs gespielt.
Die Zukunft? „Schauen wir mal. Aktuell macht mir der Job bei Sky als Analytiker Riesenspaß, ich lerne jetzt die journalistische Seite kennen. Parallel dazu absolviere ich den Managementkurs der UEFA, ebenfalls eine sehr spannende Geschichte.“ Trainer? „Interessiert mich ebenso, aber noch nicht aktuell - nimmt viel Zeit in Anspruch, jetzt kommt einmal die Familie mehr an die Reihe.“
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