Sie sind DAS Liebesdoppel der Tenniswelt. Seit 2019 sind Gael Monfils und Elina Switolina ein Paar, seit 2021 verheiratet, seit dem Vorjahr auch Eltern. Stets verfolgen sie die Matches des jeweils anderen. Doch was machen, wenn beide zeitgleich spielen? In der zweiten Runde der US Open wandten sich beide hilfesuchend an den Schiedsrichter - und Switolina zog daraus Energie für ihr eigenes Match.
Für die Ukrainerin war das Zweitrundenmatch gegen Anastasia Pawljutschenkowa ein Prestigeduell, immerhin stand auf der Gegenseite eine Russin. Diese erwischte den besseren Start. Mit 7:5 sicherte sich Pawljutschenkowa den ersten Satz. Doch Switolina, die seit ihrem Comeback nach Mutterschaft auch aggressiver spielt, hatte heuer schon öfters einen verlorenen ersten Satz noch in einen Sieg gedreht. Neue Kraft schöpfte die frühere Weltranglistendritte vor allem nach einem Seitenwechsel. Da erkundigte sie sich beim Schiedsrichter: „Hat mein Mann sein Spiel am Grandstand schon begonnen?“ Obgleich der Referee verneinte, brachte der Gedanke an Gael ihr offenbar neue Energie. Denn sie drehte auf, gewann letztlich 5:7, 6:4, 6:4.
„Ich habe nur versucht, eine neue Motivation durch ihn zu bekommen, vielleicht meinen Kopf etwas freizubekommen“, schmunzelte Switolina nach der Partie, angesprochen auf diese Situation. „Denn ich habe wirklich nicht mein bestes Tennis gespielt.“ In der nächsten Runde muss sie dies sicherlich tun. Sie trifft auf die Weltranglisten-Dritte Jessica Pegula, die aktuell in der Form ihres Lebens spielt, als eine der Turnierfavoritinnen gilt.
Auch Monfils erkundigte sich in seiner Partie gegen Andrej Rublew beim Schiedsrichter nach dem Spiel seiner Frau. „Er sagte mir, dass sie 5:3 im dritten Satz führe“, meinte der Franzose und erklärte: „Wir beide wissen gern, dass alles gut läuft.“ Das war bei ihm am Ende leider nicht der Fall, er unterlag dem favorisierten Russen 4:6, 3:6, 6:3, 1:6.
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