Am Neujahrstag habe der 72-stündige virtuelle Überfall begonnen, berichtet die südafrikanische "Times". Die Hacker hätten schon Monate zuvor mit den Vorbereitungen begonnen, etwa indem sie bei Filialen der betroffenen Postbank im ganzen Land Konten eröffneten.
Als die Bank für die Neujahrsfeierlichkeiten geschlossen wurden, erhielt das Syndikat über den PC eines Bankmitarbeiters Zugriff auf das Firmennetzwerk. Die Zugangsdaten zweier Angestellter - eines Bankangestellten und eines Callcenter-Mitarbeiters - wurden hierfür benützt, die Polizei wollte jedoch nicht verraten, ob die beiden Personen als Verdächtige gelten.
Drei Tage lang fleißig abgehoben
Mithilfe des Zugangs zum Firmennetzwerk überwiesen die Hacker nicht nur riesige Summen auf ihre Konten, sondern erhöhten auch das Limit, um besonders große Abhebungen zu erlauben. Die nächsten drei Tage verbrachten die virtuellen Bankräuber dann damit, das Geld bei Bankomaten abzuheben. Kurz vor Urlaubsende der Bank stoppten die Aktivitäten - die Kriminellen hatten bis dahin aber bereits 42 Millionen Rand, umgerechnet knapp 4,1 Millionen Euro, erbeutet.
Sicherheitsexperte: System "schockierend" unsicher
Wie "Times" berichtet, könnten mangelnde Sicherheitsvorkehrungen der betroffenen Postbank Mitschuld am Erfolg Coups tragen - ein Sicherheitsexperte kritisierte das Netzwerk und seine Sicherheitssysteme als "schockierend und dringend überholungsbedürftig". Die Bank gab an, mit der Polizei zur Klärung des Falls zusammenzuarbeiten, wollte zu den Vorwürfen aber keine Stellung nehmen.
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