Eine Niederösterreicherin hatte Ende Mai auf der Südautobahn einen schweren Unfall. Sie und ihre Buben wurden dabei verletzt - sie suchte via „Krone“ nach ihrem steirischen Retter. Nun hat sich ein Südsteirer bei uns gemeldet und erzählt, wie er der Familie nach dem Unfall half!
Nicht jeder Held trägt einen Umhang. Wobei, das Wort „Held“ möchte Walter Krainer-Franz gar nicht hören. „Eigentlich sollte es ja normal sein, dass man anderen hilft.“ Weswegen er es auch nicht verstehen kann, dass andere Zeugen des Unfalls am 30. Mai auf der Südautobahn einfach weiterfuhren. „Nicht einmal den Notruf haben sie gewählt.“
Bekannte lasen in der „Krone“ über den Retter
Wie berichtet, übersah damals die Niederösterreicherin Manuela Müllner nach einer Kurve das Stauende und krachte in einen stehenden Lkw. Via „Krone“ suchte sie nach dem Mann, der sie und ihre zwei Buben aus dem Wrack geholt hatte und „sich so toll um meine Kinder gekümmert hat“. Bekannte machten Krainer-Franz auf den „Krone“-Bericht aufmerksam - „zuerst hab ich mir gedacht, meine Rinder sind ausgebüxt und deshalb sucht man mich“, lächelt der 55-Jährige.
Ohne zu zögern, sprang er an diesem Dienstag Ende Mai aus seinem Auto. „Ich hab alles in meinem Rückspiegel gesehen - die Stelle war wirklich sehr ungünstig. Dann hat’s einen Klescher gemacht und die Scheinwerfer des Autos sind bis zu mir nach vor geflogen.“ Als er zum Unfallauto zurückging, zitterten dem Steirer die Knie. „Das Auto war völlig zerstört und ich hab ja nicht gewusst, was mich erwartet. Dazu hab ich selbst zwei kleine Kinder, ich hab Tränen in den Augen gehabt. Als ich die beiden Buben dann im Auto stehen gesehen habe, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“
Sofort trug er die Kinder zu seinem Auto, dort konnten sie sich mit einer Spielkonsole ablenken. Mit einem polnischen Lkw-Fahrer holte er schließlich ihre Mutter aus dem Wrack. Dann wählte er den Notruf. „Ich fahre öfter nach Wien und denke an der Unfallstelle immer an die Familie, sie hatte unglaubliches Glück. Die jetzige Dankbarkeit rührt mich wirklich sehr.“ Auch Helden haben also Gefühle.
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