Was tun, um häusliche und sexualisierte Gewalt einzudämmen und Frauen zu schützen? Das Land bietet Betroffenen und ihren Kindern sicheren Wohnraum sowie ein zielgerichtetes Beratungs- und Betreuungsangebot.
Kaum eine Woche vergeht, in der am Landesgericht Eisenstadt nicht Prozesse wegen häuslicher Gewalt stattfinden müssen. Noch beängstigender: Heuer wurden in Österreich bereits 10 Frauen ermordet, im Jahr 2022 waren es 28! „Für das Land Burgenland ist der Kampf gegen Gewalt an Mädchen und Frauen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. „Von Gewalt betroffene Frauen müssen darin unterstützt werden, die Gewaltspirale zu durchbrechen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dafür benötigen sie und auch ihre Kinder sicheren Wohnraum sowie ein zielgerichtetes Beratungs- und Betreuungsangebot.“
Nur „ein erster Schritt“
Genau hier setzt eine neue Vereinbarung zwischen Bund und Ländern an. Bis 2027 sollen bundesweit rund 12 Millionen Euro für den Ausbau der Schutz- und Übergangswohnungen zur Verfügung gestellt werden. Auf das Burgenland entfallen mehr als 400.000 Euro bis zum Jahr 2027, drei neue Schutzunterkünfte können damit geschaffen werden.
Umfassender Gewaltschutz für Frauen und Mädchen kann nur dann gelingen, wenn alle Akteure nicht nur landes-, sondern auch bundesweit an einem Strang ziehen.

Landes-Vize Astrid Eisenkopf
Foto: Judt Reinhard
Eisenkopf sieht diese Vereinbarung als „einen ersten Schritt“ und fordert eine Absicherung dieser Bundesmittel über 2027 hinaus. „Umfassender Gewaltschutz kann nur gelingen, wenn alle Akteure nicht nur landes- sondern auch bundesweit an einem Strang ziehen. Die Länder brauchen hier eine finanzielle Planbarkeit und Sicherheit, um Gewalt an Frauen und Kinder auch nachhaltig zurückdrängen.“
Mindestens genauso wichtig wie „ein sicherer Hafen für Frauen und Mädchen“ sei es, genügend Anlaufstellen zur Verfügung zu stellen. „Wir haben als einziges Bundesland in jedem Bezirk eine Frauenberatungsstelle“, so Eisenkopf. Im Burgenland hat sich die Filiale Neusiedl am See auf sexualisierte Gewalt spezialisiert.









Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).