Bakterien im Wasser

Zahnstation wegen Legionellen-Alarm gesperrt

Oberösterreich
06.06.2023 09:01

Schlechte Nachrichten für alle mit Zahnschmerzen, die sich in der Linzer Zahnstation behandeln lassen wollen. Die Station ist seit Dienstag gesperrt, weil im Wasser Legionellen gefunden wurden. Die Keimbelastung sei bei einer routinemäßigen Trinkwasseranalyse festgestellt worden, informierte die Stadt.

Eine routinemäßige Trinkwasseranalyse in der Zahnstation der Magistratskrankenfürsorge (MKF) im Neuen Rathaus ergab eine erhöhte Legionellen-Konzentration. Legionellen sind Bakterien, die im Wasser natürlich vorkommen und keine Gefahr für den Menschen darstellen. Werden sie allerdings als Wasserdampf mit der Atemluft eingeatmet, können sie Lungenerkrankungen, Fieber oder Harnwegsinfekte auslösen - speziell bei immunschwachen Menschen. Der Wasserdampf ist auch die Ursache, warum bei der Zahnstation sofort reagiert werden musste.

Auch Duschen gesperrt
„Die Wasseranalyse hat eine deutlich erhöhte Konzentration von Legionellen aufgezeigt. Um die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller Kundinnen und Kunden zu gewährleisten, hat die Stadt Linz umgehend die sofortige Schließung der Zahnstation sowie aller Duschbereiche im Neuen Rathaus angeordnet“, informieren Bürgermeister und Bezirkshauptmann Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

An der Behebung wird gearbeitet
Die städtische Bezirksverwaltungsbehörde sprach eine sofortige Sperre der Zahnstation aus. Gleichzeitig wurden Schritte zur Behebung gesetzt, wie die Erhitzung des Wassers und die Spülung der Leitungen. Der Austausch von Armaturen sowie das Einsetzen von Filtern sind durch das technische Gebäudemanagement bereits eingeleitet worden.

Darüber hinaus erging eine Information über notwendige Verhaltensmaßnahmen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Neuen Rathauses. Das Trinkwasser aus der Leitung ist weiterhin ohne Gesundheitsgefährdung nutzbar.

Keine Erkrankung gemeldet
Die Sperre der Zahnstation wird erst mit einer als unbedenklich eingestuften Gegenprobe aufgehoben. „Aktuell liegen dem Magistrat Linz keine Meldungen über Legionellen-Erkrankungen vor - dabei handelt es sich um eine anzeigepflichtige Krankheit, von der in Linz durchschnittlich fünf Personen jährlich betroffen sind“, so eine Mitteilung der Stadt.

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