26.10.2011 15:40 |

Tote und Vermisste

Heftige Unwetter verwüsten Teile Norditaliens

In Italien sind bei Unwettern mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, acht weitere Personen wurden als vermisst gemeldet. Heftige Niederschläge belasteten vor allem die Regionen Ligurien und Toskana. Hunderte Personen mussten wegen der Überschwemmungen ihre Wohnungen verlassen, berichteten italienische Medien.

Zwei Perlen der ligurischen Küste, die Gemeinden Vernazza und Monterosso, wurden von den Schlammmassen regelrecht überschwemmt. Die beiden Orte waren am Mittwochnachmittag isoliert und nur vom Meer aus erreichbar. Außerdem mussten einige Straßen und Bahnverbindungen komplett gesperrt werden.

Sintflutartige Regenfälle richteten Millionenschäden an
In Ligurien hatte es stundenlang sintflutartige Niederschläge gegeben. Häuser stürzten ein, Straßenverbindungen waren unterbrochen, mehrere Brücken brachen ein. Der Zivilschutz rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben.

Im toskanischen Aulla mussten rund 300 Personen aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. 50 von ihnen brachten Rettungsmannschaften mit Schlauchbooten in Sicherheit. Insgesamt wird von einem Gesamtschaden in Millionenhöhe ausgegangen. Italiens Präsident Giorgio Napolitano sprach von einem schmerzhaften Preis, den Italien für die klimatischen Änderungen zahlen müsse.

Rettungskräfte in Rom in Alarmbereitschaft
Heftige Niederschläge wurden am Mittwoch in der Früh auch in Rom gemeldet. In der italienischen Hauptstadt hatten schwere Unwetter erst am vergangenen Donnerstag die Stadt zum Stillstand gebracht (siehe Infobox). Bürgermeister Gianni Alemanno versetzte die Rettungskräfte in Alarmbereitschaft.

Häufig heftige Erdrutsche in Italien
Italien war in den vergangenen Jahren mehrmals von schweren Erdrutschen betroffen. Das schlimmste Unglück ereignete sich im Mai 1998. Damals kamen 137 Personen in der süditalienischen Ortschaft Sarno südlich von Neapel ums Leben, als nach sintflutartigen Regenfällen eine Schlammlawine Dutzende Gebäude unter sich begrub.

Italienische Geologen warnten nun, dass das Erdrutsch-Risiko in einigen Teilen des Landes sehr hoch sei. Mehr als sechs Millionen Menschen würden in gefährdeten Gebieten leben. Besonders betroffen seien die Regionen Aostatal, Umbrien und Kalabrien.

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