Mo, 22. Oktober 2018

"Genug ist genug"

14.10.2011 15:36

Ostslowenen wollen sich vom Staat abspalten

In der slowenischen Region Stajerska, der früheren Untersteiermark, gibt es offenbar sezessionistische Tendenzen. "Wir wollen die Abspaltung vom Staat", sagte der Marburger Bürgermeister Franc Kangler der Tageszeitung "Zurnal24". Ziel sei eine autonome Region im Osten Sloweniens (im Bild der Grenzübergang Spielfeld), die auch das Übermurgebiet umfassen soll. "In Ljubljana wird immer auf uns vergessen, und damit wollen wir jetzt Schluss machen", so der konservative Politiker.

Beobachter sehen in den Aussagen Kanglers eine Reaktion auf die Kandidatur des Laibacher Bürgermeisters Zoran Jankovic. Der hatte am Dienstag angekündigt, bei der Parlamentswahl mit einer eigenen Liste antreten und das Premiersamt erobern zu wollen. Vor Kangler hatte schon der Bürgermeister der Stadt Celje, Bojan Srot, zu einer "Protestaktion gegen eine Organisation Sloweniens als Staat Ljubljana und Umgebung" aufgerufen. Beide gehören der konservativen Slowenischen Volkspartei an.

Laut dem Marburger Bürgermeister wurden bereits mehrere weitere ostslowenische Bürgermeister zur Mitarbeit eingeladen. "Die Bürgermeister werden sich sicher aktiv, zumindest als Unterstützer, in die Wahlkampagne einmengen." Er habe aber noch nicht entschieden, wie "aktiv" er werden wolle. Eine Gruppe von weniger bekannten Bürgermeistern hat bereits eine "Bewegung für Slowenien" gebildet, der aber nur geringe Erfolgsaussichten bei dem Urnengang gegeben werden.

Neuwahlen am 4. Dezember
Nach dem Zerfall der Mitte-Links-Koalition und der Abwahl des sozialdemokratischen Regierungschefs Borut Pahor wird in Slowenien am 4. Dezember ein neues Parlament gewählt. Dem konservativen Oppositionsführer Janez Jansa, der in der Region Stajerska seine Hochburgen hat, winkte bisher ein komfortabler Sieg über die darniederliegende Linke. Durch den Eintritt von Jankovic und des früheren Jansa-Weggefährten und Minister Gregor Virant ins Wahlrennen wurden die Karten jedoch neu gemischt.

Jankovic könnte enttäuschte Linkswähler ansprechen, während Virant in Jansas Wählerreservoir fischen dürfte. Einer aktuellen Umfrage zufolge liegt Virant in der Frage nach der Premier-Präferenz bereits vor Jansa.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.