„Welt schockiert“

Japans Regierungschef zeigt sich in Butscha empört

Ukraine-Krieg
21.03.2023 18:40

Japans Ministerpräsident Fumio Kishida ist am Dienstag überraschend in die Ukraine gereist. Er ist am Dienstag in Kiew zu Gesprächen mit dem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingetroffen. Er wolle die „Solidarität und unerschütterliche Unterstützung“ Tokios für das Land übermitteln. Vor dem Treffen mit Selenskyj stattete Kishida dem Kiewer Vorot Butscha einen Besuch ab und zeigte sich ob der Gräueltaten dort schockiert.

Während er in Butscha Zeuge „all der Brutalitäten“ sei, die dort begangen wurden, empfinde er „ein starkes Gefühl der Empörung“, sagte Kishida. „Die ganze Welt ist schockiert“, fügte der Ministerpräsident hinzu. Der Ort Butscha nahe Kiew war zu Beginn des Krieges nach ukrainischen Angaben Schauplatz massiver russischer Kriegsverbrechen. Moskau streitet die Gräueltaten ab und sagt, diese seien inszeniert worden.

Japan verurteilt „Russlands Aggression“
Laut dem japanischen Außenministerium will Kishida bei der Unterredung mit Selenskyj entschieden „Russlands Aggression“ gegen die Ukraine und die einseitige Änderung des Status quo verurteilen. Die internationale Ordnung müsse auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit aufrechterhalten werden.

Premierminister Fumio Kishida betet für die Opfer von Butscha. (Bild: AP)
Premierminister Fumio Kishida betet für die Opfer von Butscha.

Die japanische Regierung hat gemeinsam mit dem Westen Sanktionen gegen Russland verhängt. Waffen an das Kriegsland hat sie hingegen nicht geliefert, da das die pazifistische Verfassung nicht erlaubt. Japan hat derzeit den Vorsitz der G7, zu denen auch Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada zählen. 

Die japanische Delegation in Kiew (Bild: AFP)
Die japanische Delegation in Kiew

Ukraine auch bei Polen-Besuch Thema
Laut dem japanischen Sender NHK World war Kishida zuvor in Indien. Nach Angaben des Außenministeriums wird der Ministerpräsident am Mittwoch bereits in Polen erwartet. Bei diesem Besuch soll es nicht nur um die bilateralen Beziehungen dieser beiden Länder gehen, sondern auch um eine gemeinsame Antwort auf den Krieg in der Ukraine.

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