Forscher mit Fakten

„Zu viele negative Mythen“ rund um Schneekanonen

Tirol
19.12.2022 18:00

Eine Schneekanone ist für viele ein rotes Tuch, in Skigebieten aber längst nicht mehr wegzudenken. Kritiker verweisen auf Wasser, Vegetation und Energieverbrauch. Forscher Günther Aigner will mit Fakten einiges zurechtrücken.

Aus Sicht vieler Kritiker sind die Schneeerzeuger auf den heimischen Pisten ein Symbol für alles Schädliche, das sie den Seilbahnbetreibern vorwerfen. Doch ohne Beschneiung ist Wintersport fast undenkbar.

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Heute sind die Ansprüche der Gesellschaft höher.

Günther Aigner

„In den 1980er-Jahren konnte man noch auf den Schnee warten. Heute sind die Ansprüche der Gesellschaft höher“, konstatiert der international tätige Skitourismus-Forscher Günther Aigner (Plattform „Zukunft Skisport“). Den meist negativen Mythen setzt er Fakten entgegen.

  • Stichwort Wasser: Aigner verweist auf seinen Heimatort Waidring. Hier fallen jährlich rund 1800 Millimeter Niederschlag. „Eine Wassermenge von 115 Millionen m³. Der Jahresniederschlag im Ort könnte die vier Speicherteiche also 570-mal befüllen.“ Noch wichtiger: „Wasserverbrauch“ sei vollkommen falsch, Schnee kehre nach der Schmelze in den Kreislauf zurück.
(Bild: Christof Birbaumer (Symbolbild))
  • Stichwort Vegetation: „Jeder scheint zu wissen, dass Beschneiung zerstörerisch wirkt“, bedauert Aigner. Er verweist auf Ökologen wie Helmut Wittmann, der erhob: Dominant sei der Einfluss des Dünge- und Mähverhaltens. Faktoren wie künstliche Beschneiung oder Art der Pistenpräparierung seien nicht messbar.
  • Beispiel Energie: „Die Diskussion macht den Eindruck, dass Schneeerzeuger von Weihnachten bis Ostern laufen.“ In Wahrheit seien es im Schnitt 155 Stunden pro Jahr – also eine Woche.

Weitere Informationen zum Thema unter: www.zukunft-skisport.at

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