Vereine ächzen unter der Energiekostenkrise. Weil das Treffen mit dem Sportminister ohne konkretes Ergebnis blieb, verschärfen Landesräte den Ton.
Flutlichtpartien am Freitag Abend? Bald die Ausnahme im Fußball-Unterhaus. Viele Vereine verschieben im Frühjahr bereits auf Sonntag Vormittag. In Sporthallen werden Strom und Warmwasser früher abgedreht. Mitgliedsbeiträge schießen drastisch in die Höhe. Der Sport ächzt schon unter der Energiekostenkrise – dabei kommen die Jahresabrechnungen erst. Bei der Konferenz der Landessportreferenten wurde zuletzt viel darüber diskutiert, Lösung gab’s aber keine – nun wird der Ton gegenüber Sportminister Werner Kogler rauer.
„Vereine brauchen Soforthilfe“
„Eine vertane Chance“, grollte NÖ-Sportlandesrat Jochen Danninger, „die Probleme sind seit einem halben Jahr bekannt. Die Vereine brauchen Soforthilfe statt vager Ankündigungen.“ Vom Bund wurden in Oberpullendorf zwar 15 Millionen für gemeinnützige Sportvereine versprochen. Aber: Es gibt weder Kriterien noch Richtlinien oder Möglichkeiten zum Ansuchen. Vom Sportminister wurde auf ein Treffen mit Finanzminister Magnus Brunner verwiesen. Termin gibt es dafür noch keinen.
Als Land haben wir präventive Maßnahmen ergriffen. Es braucht einen bundesweiten Zuschuss für Energiekosten im Sport.
Jochen Danninger, NÖ-Sportlandesrat
„Es muss für die Vereine ein Paket geben, das ihr Überleben sichert – wie das auch für die Wirtschaft der Fall ist. Ich hoffe, dass das Gespräch mit den beiden Ministern bald stattfindet“, mahnt Wiens Sportstadtrat Peter Hacker. Sein burgenländischer Kollege Heinrich Dorner: „Wir haben klar deponiert, dass die vom Bund reservierten 15 Millionen nur ein erster Schritt sein können – dem aber rasch weitere folgen müssen.“
Auch Johann Gartner, als NÖ-Fußballpräsident Vertreter von 500 Klubs, drängt. Denn es gibt keine Reserven: „Die Vereine dürfen ja keine Rücklagen haben, sonst verlieren sie die Gemeinnützigkeit. Der Hut brennt!“
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