Die ersten Einblicke

Erler Passionsspiele: Komplett neue Inszenierung

Tirol
19.11.2022 17:00

Wie am Freitag bekannt gegeben wurde, werden die gesamten Erler Passionsspiele für 2025 komplett neu inszeniert. Der Passionsspielverein konnte hierfür mit Martin Leutgeb, Christian Kolonovits und Hartmut Schörghofer ein hochkarätiges künstlerisches „Triumvirat“ gewinnen, das höchst motiviert und engagiert ist.

2025 – nach sechs Jahren Pause – beginnt in Erl wieder die Passionsspielzeit, so wie es seit nun 409 Jahren von Herzen gelebter Brauch ist. Rund jeder dritte Einwohner der 1500-Seelen-Gemeinde stellt sich für das Spiel um Leben, Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus Christus in größeren und kleineren Rollen ehrenamtlich zur Verfügung.

Musik wie bei einem Breitwand-Epos im Kino
Nachdem vor wenigen Tagen vom Passionsspielverein Erl bekannt gegeben worden war, dass der Wiener Musikproduzent Christian Kolonovits die Passionsmusik komponieren wird, öffnete dieser am Freitag ein wenig den Vorhang und gab dabei preis, wie er die musikalische Umrahmung anlegen wird.

Zitat Icon

Ich werde mit meiner Musik die Passions-Geschichte miterzählen und in dieser von Zeit zu Zeit Kontrapunkte setzen.

Christian Kolonovits, Musikproduzent, Dirigent, Komponist

Kolonovits greift hier auf das in Erl bewährte Blasmusikorchester zurück, wird dieses aber unter anderem mit „zwei Synthesizern“ und durch ein ihm konzertant sehr am Herzen liegendes „kleines Streicherensemble“ erweitern. Weiters werden der „große Chor“ sowie Orgel, Perkussion und die Klänge einer Harfe miteingebunden. Der bekannte Wiener Musiker meint dazu: „Wenn man sich die Passion als cineastisches Breitwand-Epos vorstellt, dann gehört, wie bei einem guten Film, gute Musik dazu. Musik, die im Unterbewussten Teil des Gesamten wird“.

Regie und Passionstext stammen aus einer Hand
Aber nicht nur die gesamte Musik für die kommenden Mysterienspiele ist neu. Nachdem die letzten beiden Spiele in Erl mit dem Text, den Felix Mitterer für die 400-Jahre-Jubiläums-Passion schrieb, aufgeführt worden waren, wird 2025 auch ein neuer Text den Inhalt des Passionsspiels bestimmen. Dieser stammt aus der Feder von Martin Leutgeb, der nun nicht nur für die große Aufgabe der Regie, sondern auch für deren textlichen Inhalt verantwortlich zeichnet.

Erster Schritt ins Leben ist erster Schritt in den Tod
Für den bekannten Schauspieler und Regisseur ist dies nicht der erste von ihm verfasste Bühnentext. Ihren Anfang findet seine Textfassung mit der Geburt von Jesus. „Denn der erste Schritt ins Leben ist gleichzeitig auch der erste Schritt in den Tod. Jesus’ Auftrag wird mit diesem Moment klar – der Tod ist nicht das Ende, sondern er steht in der Passion für den Anfang“, lauten seine Worte zu diesem dramaturgischen Kunstgriff.

Außerdem ist es ihm ein Anliegen, „die vielen konfliktreichen Situationen im Neuen Testament“ herauszuarbeiten, zudem aber auch eine „menschliche Leichtigkeit“ in die Schwere des Stoffes zu bringen. Noch wenig über das Bühnenbild kann der Salzburger Künstler Hartmut Schörghofer sagen: „Hierfür ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh“. Er freut sich aber auf die Zusammenarbeit mit dem Dorf. 

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