Hohe Nachfrage

Infineon erwartet anhaltende Halbleiter-Knappheit

Elektronik
15.11.2022 14:30

Infineon-Chef Jochen Hanebeck rechnet mit einer anhaltenden Knappheit bei Leistungshalbleitern. Grund dafür sei der Ausbau der erneuerbaren Energien und die steigende Zahl an Elektroautos, sagte Hanebeck am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz des deutschen Halbleiterherstellers, der in Österreich unter anderem mit einem großen Werk in Villach in Kärnten vertreten ist.

Bei den Microcontrollern, die von Auftragsfertigern in Taiwan hergestellt würden und die zuletzt unter anderem in der Autobranche zu Verwerfungen geführt hatten, sei dagegen eine bessere Versorgung im kommenden Jahr in Sicht.

Infineon plant Rekordinvestition
Infineon hatte erst am Montag nach einem prächtigen Verdienst im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Ziele angehoben, nachdem der Konzern seinen Gewinn unterm Strich um 86 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro steigern konnte. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 14,2 Milliarden. Beides sind Rekordwerte. Künftig will das Unternehmen pro Jahr um zehn Prozent wachsen - statt wie bisher um neun Prozent - und dabei auch deutlich mehr verdienen. Das Ziel für die sogenannte Segmentergebnismarge wurde von 19 auf 25 Prozent erhöht.

Zudem will Infineon in Dresden rund fünf Milliarden Euro investieren, um seine Fertigungskapazitäten weiter auszubauen. Voraussetzung für die Standortwahl ist allerdings eine „angemessene öffentliche Förderung“. Die geplante Investitionssumme wäre dem Konzern zufolge die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. In Dresden sollen bis zu 1000 neue Arbeitsplätze entstehen. Bis Herbst 2026 könnte das Werk den Plänen zufolge produktionsbereit sein.

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