Wegen Sportler-Wahl

Schwimm-Boss tobt: „Das ist eine Schweinerei“

Sport-Mix
28.09.2022 18:05

Weltmeister Felix Auböck schaffte es bei der Wahl zum Sportler des Jahres heuer nicht unter die Top 3 - für Schwimm-Präsident Arno Pajek ist das „eine Schweinerei“.

„Wir arbeiten so hart und werden nicht einmal wahrgenommen. Es macht mich sprachlos, wenn ich diese Entscheidung sehe. Das ist eine Schweinerei. Felix Auböck ist Schwimm-Weltmeister geworden und nicht unter den drei Besten.“

Schwimm-Präsident Arno Pajek nimmt sich kein Blatt vor den Mund, trifft dabei aber teilweise auf taube Ohren. „Es wurden 23 Herren nominiert. Natürlich war da ein Auböck dabei. Aber er ist halt nicht unter die drei stimmenstärksten Sportler gekommen“, so der Präsident der Sports Media Austria, Michael Schuen.

Die Titelverteidiger: 

Wohl bemerkt: auch ein Benjamin Karl oder ein Alessandro Hämmerle, beide Olympiasieger, sind nicht unter den Bestplatzierten. „Es ist immer das gleiche. Ein Fußballer oder ein Skifahrer gewinnt. Die anderen Sportarten stehen im Abseits“, kritisiert Pajek.

Hirscher siegte sechsmal
Der zumindest damit nicht ganz im Recht ist. Auch wenn mit den Erfolgen von Dominic Thiem (2020), Jürgen Melzer (2010) oder Thomas Vanek (2007) jene Wahlen, bei denen kein ÖSV-Sportler oder Fußballer ganz oben stand, etwas zurück liegen. „Das ist nicht okay. Aber mit David Alaba, Matthias Mayer und Johannes Strolz sind ja nicht gerade schlechte Sportler dabei“, so Sporthilfe-Boss Gernot Uhlir. Der als Organisator der Gala am 5. Oktober sagt: „Ich kann es auch nicht ändern. Das entscheiden die Sportjournalisten.“

Marcel Hirscher war mit sechs Titeln der Abräumer der letzten Jahre, Anna Gasser könnte heuer ihr Triple perfekt machen.

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