Im Bereich der Großen und Kleinen Piz Buin droht ein größerer Felssturz. Der Alpenverein Vorarlberg warnt Bergsteiger davor, sich in das Risikogebiet zu begeben. Die Felsmasse ist aktiv, es könnte jederzeit zur Katastrophe kommen.
Der Große Piz Buin ist Vorarlbergs höchster Gipfel, er liegt an der Grenze zur Schweiz. Zahlreiche Wanderer lockt der Berg jedes Jahr an. Nun aber droht dort Gefahr: Der Alpenverein warnt vor einem drohenden Felssturz, der jederzeit passieren könnte. Der Alpenverein bezieht sich dabei auf Forschungsergebnisse des WSL-Forschungsinstitut in Davos in der Schweiz.
Täglich Steinschlag
Die Gefahr eines potenziellen Felssturzes ist schon einige Jahre bekannt. Neueste Messungen legen aber nahe, dass es nun jederzeit zum Felssturz kommen könnte. Die betroffene Stelle liegt am Kleinen Piz Buin. Die Normalroute auf den Großen Piz Buin führt aber genau durch das Gefahrengebiet. Die Messungen von August 2022 haben ergeben, dass zwischen Herbst 2021 und Herbst 2022 mehr als 23.000 Kubikmeter Felsmasse auf die Schweizer Seite abgestürzt sind.
Die österreichische Seite ist derzeit von größeren Steinschlagblöcken und permanenten Steinschlag betroffen. Täglich gibt es im Bereich der Buinlücke starken Steinschlag. Das bedeutet, dass die Felsmasse aktiv ist und es theoretisch jederzeit zu einem größeren Versagen kommen kann.
Touren sollen gemieden werden
Der Alpenverein empfiehlt, Touren in diesem Gebiet gänzlich zu meiden. „Werden dennoch Touren in diesen Bereichen angestrebt, sollte der eingezeichnete Gefahrenbereich unbedingt bei der Planung und Durchführung berücksichtigt werden“, heißt es von dem Verein.
Wann sich der Felssturz ereignen könnte, kann kaum vorhergesagt werden. Viele verschiedene Faktoren, wie unter anderem der Wettereinfluss, spielen eine große Rolle. Ein größerer Absturz würde jedoch zu einer massiven Gefährdung der sich auf dem Normalweg befindlichen Bergsteiger und Touristen führen, informiert der Alpenverein.









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