Italien zelebriert am Sonntag hundert Jahre Grand Prix in Monza, Ferrari seinen 75er. Dafür präsentierten die Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz gestern in Mailand die besondere Lackierung des Autos und die spezielle Teamkleidung. In Gelb. Wie der Pannendienst. Was gut zu dieser Saison passt …
Der dritte Platz von Charles Leclerc konnte die Blamage um das vergessene vierte Rad beim Boxenstopp von Sainz nicht wettmachen, so ätzte etwa Ex-Formel-1-Weltmeister und TV-Experte Nico Rosberg: „Sogar Teams in Formel 3 und Formel 2 sind besser. An einem gewissen Punkt müssen sie wirklich anfangen, etwas zu verändern.“
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erteilte Veränderungen in der Crew umgehend eine Absage. Doch auch er steht unter Druck - und weiß um die Sehnsüchte der Italiener vor dem Heimrennen: „Einer der Gründe, warum wir das alles hier machen sind die Fans. Die Tifosi sind fordernd und kennen sich aus.“
Deshalb wissen sie auch, dass 109 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Max Verstappen in den letzten sieben Läufen der WM kaum noch aufzuholen sind - und das weiß auch Leclerc: „Die Lücke ist groß. Deshalb schauen wir von Rennen zu Rennen, versuchen das Beste rauszuholen.“ Was zuletzt in Zandvoort nicht gelungen ist, das ist auch dem Monegassen bewusst: „Wir waren in letzter Zeit nicht schnell genug. Dem gilt unser Hauptaugenmerk. Wir müssen wieder die Pace erreichen, die wir zu Saisonbeginn hatten.“
Über 350.000 Fans
Denn eines ist klar: „Auf dem Papier ist Monza nicht die beste Strecke für uns“, weiß Leclerc über die Highspeed-Strecke nördlich von Mailand, auf der er 2019 gewann, „aber wir haben hier immer viel Unterstützung, und deshalb freu ich mich!“ Präsident Sergio Mattarella kommt, Andrea Bocelli singt die Hymne und über 350.000 Fans werden an diesem Wochenende erwartet - ein neuer Rekord für den Italien-GP, da muss Ferrari abliefern.
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