An Bedarf anpassbar

Rauch will flexiblere Corona-Impfstoffverträge

Politik
06.09.2022 14:06

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) will bestehende Corona-Impfstoffverträge nachverhandeln. Ziel sei es, Impfstoffe nach Bedarf abzurufen und einen Teil für nächstes Jahr auf Herbst zu verschieben, sagte er am Mittwoch. Einen Tag zuvor hatte er noch eine Impfkampagne präsentiert. 

„Es geht jetzt in Prag darum, mit den Herstellern mehr Flexibilität zu verhandeln“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch am Mittwoch vor einem informellen Treffen seiner europäischen Amtskollegen und Amtskolleginnen. „Jetzt ist viel klarer abschätzbar, was der Bedarf ist“, zeigte sich der Minister überzeugt. Österreich habe derzeit rund 17 Millionen Impfstoffdosen vorrätig. In einer weiteren Lieferung, die bereits bestellt worden sei, gehe es um „12 Millionen Dosen, davon zwei Millionen Moderna und zehn Millionen Pfizer.“ 

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Jetzt ist viel klarer abschätzbar, was der Bedarf ist.

Gesundheitsminister Rauch zu Impfstoffen

„Alle haben zu viel Impfstoff“
Ein Impfstoffmangel sei demnach nicht zu erwarten - im Gegenteil. „Alle haben aktuell zu viel Impfstoff.“ Daher sei es Ziel der Verhandlungen mit den Herstellerfirmen, dass Impfstoffe zukünftig nach Bedarf abgerufen werden können. Ein Teil soll für nächstes Jahr auf Herbst verschoben werden, Dosen sollen auch weitergeben werden können. Letzteres lässt sich laut Rauch gemeinsam mit Hilfsorganisationen und der Austrian Development Agency (ADA) leichter gestalten. „Die Weitergabe von Dosen ist in den Verträgen sehr strikt geregelt. Ich bemühe mich sehr darum, auch den globalen Süden im Auge zu haben.“

Am gemeinsamen europäischen Beschaffungsvorgang will der Gesundheitsminister hingegen festhalten. „Wir haben als kleines Land keine Chance, wenn es nicht gelingt, das europäisch zu akkordieren“, begründete Rauch. Österreich hat bisher 750 Millionen Euro für die Corona-Impfstoffe ausgegeben. Dies müsse in Relation zu den anderen Kosten in der Pandemie sehen. Rauch nannte 3,4 Milliarden Euro für Testen und eine Milliarde Euro pro Lockdown-Woche.

Ergebnisse im Herbst?
Er hoffe, dass es im Herbst Ergebnisse mit den Herstellerfirmen gebe. Bisherige Gespräche seien „konstruktiv“ verlaufen. Bei dem EU-Minister- und Ministerinnentreffen in Prag soll unter anderem auch der Affenpocken-Impfstoff besprochen werden. Österreich hat aktuell mehr als 4000 Dosen. Gebraucht werden würden höchstens weitere 30.000.

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