Daniel J. (19) hat gerade seinen dreimonatigen Einsatz an der Grenze beendet - der Hausmannstättner spricht über das Erlebte
Anfang Jänner startete für den Steirer die dreimonatige Vorbereitung in der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau (Kärnten): Selbstverteidigung, zweimal wöchentlich Schießen (mit Sturmgewehr und Pistole), Anwenden von Schließmitteln (Kabelbinder, Handfesseln), Einsatz von Abwehrspray, Stellen und Durchsuchen von Personen – all das wurde beim Jägerbataillon 26 trainiert.
„Es war extrem anstrengend“
Ende März ging’s dann für den 19-Jährigen an die Grenze nach Nickelsdorf, der 5. Ass-Zug bestand aus insgesamt 42 Personen, darunter 26 Grundwehrdiener. Wie intensiv waren die drei Monate an der Grenze? „Extrem anstrengend. Dienst und Schlafen – mehr gab es da nicht“, erinnert sich Daniel J. zurück.
Übrigens: Seine Gruppe (acht Mann) hatte insgesamt 517 Aufgriffe! Woher die meisten Flüchtlinge kommen? „Von überall her, aus Indien, Tunesien, Syrien, Marokko, Türkei, aber die meisten waren aus Syrien und Afghanistan.“
„Fast alle haben gefälschte Dokumente“
Eines betont der Hausmannstättner: „Es kommen fast ausschließlich junge Männer, Frauen und Kinder waren nur ganz wenige dabei.“ Auffallend: „Fast alle haben gefälschte Dokumente. Geburtsdatum: 1. 1.“
Diese Papiere dürften die Flüchtlinge von ihren Schleppern bekommen haben: „So zwischen 3000 und 5000 Euro haben die angeblich von den Betroffenen kassiert.“ Übrigens: Angeblich wusste kein einziger der Geflüchteten, dass er sich in Österreich befindet.
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