Der ältere Kollege gab sich überfreundlich - und ging dem jungen Kollegen an die Wäsche! Der konnte sich befreien und beichtete völlig verstört dem Vorarbeiter den peinlichen Vorfall. „Alles nur ein Missverständnis“, versuchte der nunmehr Angeklagte abzuwiegeln: Er hätte dem Mitarbeiter nur zeigen wollen, mit welchen Griffen dieser ihn von seinen Rückenschmerzen befreien hätte können. Die 15 Monate bedingte Haft für sexuelle Nötigung nahm er aber an …
Das Opfer tut sich sehr schwer, Richter Stefan Apostol und den Schöffen zu schildern, was genau passiert ist. Zu groß ist seine Scham, die Herr Rat versteht: „Es ist ja ein reiner Männerbetrieb.“ Der ältere Arbeiter war zuerst sehr zuvorkommend, teilte auch die Jause mit dem Jüngeren, suchte immer mehr dessen Nähe. Bis er den 21-jährigen Oberösterreicher in einer Mittagspause umklammerte, ihn bedrängte: „Ich hab gesagt, er soll das lassen, ich mag das nicht.“ Doch er ließ nicht ab, rieb sich, griff in die Hose, leckte seinen Nacken. Dort hinterließ er auch seine DNA.
Angeklagter redet sich auf Bandscheibenvorfall aus
Rückenschmerzen wären sein Problem gewesen, so Verteidiger Mirsad Musliu, sein Mandant hätte an dem jüngeren Kollegen nur zeigen wollen, welche Griffe dieser anwenden solle, um sein Leid zu lindern: „Da er gesprochen hat, ist logischerweise seine DNA im Nacken.“ Doch das Opfer bleibt bei seinen Aussagen, ja, mehr noch: Es weicht seitdem Berührungen aus, auch vom Vater und erst recht am Fußballplatz im Torjubel.
Obwohl der 47-jährige Angeklagte auch zum Schluss alles bestritt - „ich bin Familienvater“ -, nahm er die 15 Monate bedingte Haft wegen sexueller Nötigung an. Das Urteil ist also rechtskräftig.









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