Für die Forderung nach Überprüfungen für ältere Lenker gibt es keinen Rückhalt - man setzt auf Prävention und Freiwilligkeit.
„Das Alter ist als alleiniges Indiz nicht zielsicher. Junge und alte Autofahrer halten sich in der Unfallstatistik ungefähr die Waage“, sagt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC. Der Automobilclub erklärt vereinzelten Wünschen nach verpflichtenden medizinischen Untersuchungen für ältere Autofahrer damit eine klare Absage.
„Kompensiert gewisse Einschränkungen“
Ältere Lenker hätten zwar gewisse Defizite – etwa bei der Reaktionszeit, seien aber seltener alkoholisiert, und weniger häufig unter Drogeneinfluss oder mit Handy in der Hand unterwegs. Zudem würden sie langsamer und vorsichtiger fahren. „Das kompensiert gewisse Einschränkungen“, findet Gurtner. Wichtig seien laut ÖAMTC Präventionsprogramme. Dazu mache man sich auch ständig Gedanken. Von gesetzlichen Regelungen hält man nichts. „Das hatte andernorts keine positiven Auswirkungen und wurde daher teils sogar wieder abgeschafft.“
Vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) heißt es: „Es ist wichtig, Anreize für andere Mobilitätsformen zu schaffen. Außerdem sollten die Hausärzte besser eingebunden werden.“ Pflicht-Untersuchungen wolle man nicht, so der VCÖ. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) meint: „Das KFV spricht sich für verstärkte Bewusstseinsbildung und Trainings bzw. Kurse auf freiwilliger Basis aus, die helfen, Strategien zur Erhaltung oder Kompensation einzelner Fähigkeiten zu entwickeln und sicher unterwegs zu sein.“
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