Zwei Millionen Euro

Alarmierungssystem in Tirol wird bis 2024 erneuert

Tirol
28.07.2022 20:00

Über 1000 Sirenen, rund 13.700 Pager bei den Rettungskräften sowie die dafür notwendige Netzinfrastruktur umfasst das Warn- und Alarmierungssystem des Landes Tirol. Ausfälle hat es seit der Inbetriebnahme im Jahr 2006 so gut wie keine gegeben. Aber vor allem die Software des Systems ist in die Jahre gekommen. Zwei Millionen Euro investiert das Land Tirol deshalb in die Weiterentwicklung und Erneuerung des Warn- und Alarmierungssystems.

„Durch die Anpassung an den Stand der Technik können wir die Alarmierungszeit der Rettungskräfte weiter verkürzen. Die Zahl der möglichen Alarmierungen erhöht sich mit dem System-Update um das Vierfache. Damit gibt es auch im Fall einer Großalarmierung keine Zeitverzögerung. Alle Einsatzkräfte einer Einsatzorganisation werden gleichzeitig und landesweit alarmiert“, schildert Sicherheitslandesrat LHStv Josef Geisler von der ÖVP.

Die vielfach in Gebrauch stehenden Apps sind übrigens keine Alternative zum Warn- und Alarmierungssystem Tirol.

An Spitzentagen 1800 Alarmierungen
Über 430.000 Alarmierungen an die Pager der Rettungskräfte wurden im vergangenen Jahr von der Leitstelle Tirol über das Alarmierungssystem versendet. An Spitzentagen werden mehr als 1800 Alarmierungen übertragen. Der Großteil der Alarmierungen erfolgt vormittags. Um Verzögerungen zu vermeiden, werden die Kapazitäten des Systems an die Spitzenlasten angepasst.

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Durch die Anpassung an den Stand der Technik können wir die Alarmierungszeit der Rettungskräfte weiter verkürzen.

Josef Geisler

Zivilschutzalarm wird bei Bedarf von der Landeswarnzentrale ausgelöst. Für die Bevölkerung hörbar, wird das Warnsystem jährlich am ersten Samstag im Oktober im Rahmen des landesweiten Zivilschutz-Probealarms.

Umrüstung bis Ende 2024 abgeschlossen
Zur Aufrechterhaltung des gesicherten Betriebes des Tiroler Warn- und Alarmierungssystems werden beginnend mit dem kommenden Jahr Software und Steuerungstechnik für 156 Alarmumsetzer sowie für die Leistelle Tirol, die Landeswarnzentrale und die acht Bezirkszentralen erneuert. Auch die Software der Sirenenendstellen bekommt nach 16 Jahren ein Update.

Die Umrüstung erfolgt bei laufendem Betrieb und wird bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Sirenen sowie die Pager der Einsatzorganisationen müssen derzeit nicht in großem Stil ausgetauscht werden, sondern können weiterbetrieben werden.

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