Zankapfel Baumax-Halle

Leoben: Bürgermeister will Aus für Asylunterkunft

Steiermark
27.07.2022 10:19

Heiße Temperaturen und hohe Belegungszahlen lassen in Leoben den Konflikt um Asylwerber in der Baumax-Halle wieder hochbrodeln. Im Freibad könne es zu Konflikten kommen. Stadtchef Kurt Wallner (SPÖ) fordert einmal mehr, dass die Unterkunft geschlossen wird.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad hielten sich viele Asylwerber - wenig überraschend - in Parks und Bädern auf, heißt es von der Stadtgemeinde Leoben am Mittwoch. Dabei soll es zu Konflikten gekommen sein. Die jungen Männer seien „mit den hiesigen Gepflogenheiten und der europäischen Kultur“ nicht vertraut. Die Folge: „erhöhtes Reibungs- und Konfliktpotenzial“ mit den Leobnern. 250 bis 350 Bewohner leben derzeit in der Baumax-Halle.

Gerüchte über Gratis-Eintritt sind falsch
„Die Bevölkerung erwartet sich, dass man diesen Menschen sagt, wie sie sich etwa im Freibad zu verhalten haben. Sonst gehen Einheimische nicht mehr hin“, erklärt Bürgermeister Kurt Wallner die Situation der „Krone“. Aber: „Wir können den Bewohnern der Baumax-Halle als Eintritt zahlende Gäste - entgegen anderslautender Gerüchte - den Zutritt ins Aubad nicht verwehren.“

Hielten sie sich nicht an Baderegeln, müsse ein Betretungsverbot für das Bad ausgesprochen werden.

„Als Asylquartier völlig ungeeignet“
An der Forderung, die Baumax-Halle zu schließen, hält Wallner fest. Die Halle sei „als Asylquartier völlig ungeeignet“. Bis zur Schließung gehöre das Gelände rund um die Immobilie attraktiviert, um das „große Ausschwärmen“ der jungen Männer einzudämmen.

FPÖ: „Perfide Doppelgleisigkeit“
Die FPÖ reagierte am Mittwoch auf die Forderung Wallners. „Während sich Wallner volksnah und verständnisvoll gibt, rollt seine SPÖ-Landesrätin Kampus den roten Teppich für Asylanten in der Steiermark aus“, sagt Bezirksparteiobmann Marco Triller. Er kritisiert die „perfide Doppelgleisigkeit“ der SPÖ.

Die für das Asylwesen zuständige Landesrätin Doris Kampus (SPÖ) wollte sich zu der Forderung nicht äußern. „Das ist Sache des Innenministeriums“, heißt es aus ihrem Büro.

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