21.07.2022 16:33 |

Lösung muss her

Doskozil kritisiert Bewässerung von Mais & Weizen

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kritisierte in einer Pressekonferenz die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen im Seewinkel, während „nebenan“ der Neusiedler See ein eklatantes Wasserproblem hat. 

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Konkret meinte er: „Ich sehe nicht ein, dass rund um die Uhr Mais und Weizen bewässert werden, vor allem, weil der Mais nicht mal im Land genutzt, sondern exportiert wird. Und ein paar Meter weiter im Neusiedler See haben wir ein massives Wasserproblem. Da fehlt mir einfach das Verständnis.“

Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium und der Landwirtschaftskammer habe es bereits gegeben. Doskozil meint, man müsse sich ernsthaft überlegen, wie es mit der Region weitergehen solle. „Anreize für die Landwirtschaft müssen, etwa für andere Fruchtfolgen, geschaffen werden“, so der Landeshauptmann. 

Offene Fragen bei Wasserzuleitung
Beim Neusiedler See und dem Thema Wasserstand wurde auch die Zuleitung aus der Moson-Donau in Ungarn wieder zur Sprache gebracht. Laut Doskozil gäbe es hier noch einige offene Fragen, und: „Ich möchte mich auf keinen Fall rein auf die Zuleitung des Wassers in den See verlassen.“ Der Landeshauptmann wünscht sich eine „burgenländische Lösung“, die derzeit noch geprüft würde. Zum Thema Zuleitung gibt es morgen ein Arbeitsgespräch mit dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto. Mit Landwirtschaftsministerium und Kammer möchte Doskozil über das Thema Bewässerung sprechen. 

Ernte großteils abgeschlossen
Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Werner Falb-Meixner: „Die Ernte von Gerste und großteils auch Kartoffeln ist so gut wie abgeschlossen. Beregnet wird derzeit noch der Saatmais.“ Dabei handelt es sich um die Erzeugung des Saatgutes für das kommende Jahr für die Firma Pioneer. Diese Erträge müssen gesichert werden. „Pioneer ist deswegen in Österreich, weil wir entsprechende Mengen garantieren können“, so Falb-Meixner. Wertschöpfung für die Landwirtschaft dadurch: 12 Millionen Euro pro Jahr. 

Falb-Meixner sieht die Hauptschuld an der Trockenheit auch nicht in der Bewässerung der Bauern: „Die für die Bewässerung bewilligte Wassermenge entspricht etwa 20 Millimeter Niederschlag“, erklärt er. „Den Landwirten in der Region fehlt aber ein ganzer Jahresniederschlag von rund 600 Millimetern.“ 

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