Mit Lockangeboten
Russische NGO: „Putin schickt Häftlinge an Front“
Putins Armee wird bei dem Angriffskrieg in der Ukraine nicht nur von der Söldnertruppe Wagner unterstützt, sondern laut einer russischen Menschenrechtlerin bald auch von Häftlingen. Im Interview mit der deutschen "Bild"-Zeitung erklärte die Aktivistin: „Wir haben Erkenntnisse aus gleich drei russischen Gefängnissen aus der Nähe von St. Petersburg bekommen, dass dort uniformierte Wagner-Söldner aufgetaucht sind und den Häftlingen angeboten haben, an die Front zu gehen, um dort gegen die Nazis zu kämpfen.“
Den Insassen sollen dabei gleich mehrere „Vorteile“ angeboten werden, wie die Aktivistin gegenüber der „Bild“ sagte:
- Aufhebung der restlichen Haftstrafe
- eine Bezahlung von 200.000 Rubel (rund 3026 Euro)
- Aus ihren Akten sollen die Vorstrafen gelöscht werden
- Im Falle ihres Todes bekommen die Angehörigen fünf Millionen Rubel (rund 78.640 Euro)
„Russland hinter Gittern“
Romanow ist die Leiterin von „Russland hinter Gittern“. Seit Jahren schon kümmert sie sich um die Häftlinge in Russlands Gefängnissen. Eine Lebensgefährtin eines Gefangenen habe Romanow erzählt, dass ihr Mann sich bei der Truppe verpflichtet habe und bald in die Ukraine gehen würde. Laut der Lebensgefährtin würden allein 40 Männer aus dem besagten Gefängnis bald in der Ukraine kämpfen.
Zunächst habe die Söldnertruppe Wagner versucht, Gefangene zu rekrutieren, welche bereits militärische Erfahrungen haben. Mittlerweile sollen sie jedoch auch Häftlinge ansprechen, welche diese nicht haben. Angesprochen wurden bislang Insassen, welche wegen Körperverletzung, Diebstahl oder Beschaffungskriminalität verurteilt wurden, so Romanow.
Bisher habe sie keine Kenntnis von verurteilten Mördern, die in die Ukraine geschickt werden.













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