04.07.2022 05:30 |

Zwei Verletzte

Zell am See: Kühe durchbrachen Zaun vor Attacke

Ein Urlauber (66) und ein Pinzgauer (51) erholen sich nach einem brutalen Kuh-Angriff nur langsam. Viele Hintergründe des Vorfalls auf der Zeller Schmittenhöhe sind weiterhin völlig unklar. Jetzt ermittelt die Polizei.
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Er ist auf dem Weg der Besserung.“ Erich Egger, Chef der Schmitten-Bergbahnen, klingt am Tag danach schon wieder vorsichtig optimistisch. Eine Kuh griff am Samstagnachmittag einen seiner Mitarbeiter an, verletzte den 51-Jährigen. Der Mann kam einer Wandergruppe zu Hilfe – auch diese wurde kurz zuvor Opfer eines aggressiven Rindes. Ein Urlauber (66) erlitt schwere Verletzungen. Die „Krone“ berichtete.

Viele Hintergründe des Unglücks sind noch unklar. Fix ist: Mehrere Kühe brachen auf einer Seehöhe von knapp 2000 Metern aus einem eingezäunten Bereich aus. Die Tiere machten sich zur Talstation der Hochzeller-Bahn auf. Dort passierte das Unglück gegen 13.30 Uhr. Der Grund für die Attacke ist derzeit unklar. Die Wandergruppe aus Großbritannien soll mit einem Kinderwagen unterwegs gewesen sein. Die Familie wollte offenbar ihren Nachwuchs vor den Kühen beschützen. Das konnte die Polizei auf „Krone“-Anfrage vorerst nicht bestätigen. Eine Kuh der Herde – darunter auch Jungtiere – verletzte jedenfalls den 66-Jährigen schwer. So schwer, dass gar der Rettungshubschrauber ausrücken musste. 

Der Bergbahnen-Mitarbeiter eilte zu den Urlaubern. Er versuchte, die Rinder zurück in ihren abgezäunten Bereich zu bringen. Eine Kuh ging auf den 51-Jährigen los. Auch er musste in das Zeller Spital. Die Polizei ermittelt. Es gilt, den Besitzer der Kühe zu finden.

Die Liste der Kuh-Angriffe auf den Almen ist lang
In den vergangenen Tagen kam es österreichweit in Almgebieten immer wieder zu Kuh-Angriffen. Der Ferienstart samt sommerlichem Wetter dürfte die Lage in den kommenden Tagen weiter verschärfen. Experten stellten bereits im Vorjahr Verhaltensregeln auf, die die Sicherheit in Almgebieten erhöhen sollen. Besonders wichtig: Abstand halten! Wanderer sollten Kühe weder streicheln noch füttern und keinesfalls erschrecken. Hunde sollten Besitzer stets an der kurzen Leine führen – und bei einer drohenden Kuh-Attacke sofort ableinen.

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