Niederlage im Prozess

Amber Heard muss Johnny Depp 15 Mio. Dollar zahlen

Adabei
01.06.2022 21:22

Im Verleumdungsprozess zwischen Hollywoodstar Johnny Depp und seiner Ex-Ehefrau Amber Heard haben die Geschworenen am Mittwoch gegen die Schauspielerin entschieden und sie wegen Verleumdung für schuldig befunden. Heard war am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bei der Verkündung des Urteils im Gericht in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia anwesend, Depp war nicht erschienen.

  • Amber Heard muss Johnny Depp nun 15 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen.
  • Depp hatte Heard wegen eines 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt wegen Verleumdung auf rund 50 Millionen Dollar (gut 46 Mio. Euro) Schadenersatz verklagt.
  • Ex-Ehefrau Heard hatte daraufhin eine Gegenklage auf 100 Millionen Dollar (rund 92 Mio. Euro) eingereicht.
  • Der bittere Rosenkrieg tobt schon seit Jahren. 2016 hatte Heard nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung eingereicht. Sie warf dem Hollywoodstar häusliche Gewalt vor.

Heard habe den Schauspieler verleumdet, indem sie ihm häusliche Gewalt vorwarf, befanden die Geschworenen. Sie müsse ihm deshalb 15 Millionen Dollar (rund 14 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen. Depp müsse seiner früheren Frau zwei Millionen Dollar zahlen, entschied die Jury.

Urteilsverkündung verzögerte sich etwas
Eigentlich war das Urteil für 21 Uhr MESZ erwartet worden. Da die Jury aber die Schadenssumme nicht in das Urteil eingetragen hatte, verzögerte sich die Verkündigung. Richterin Penney Azcarate hatte die Geschworenen deshalb noch einmal aus dem Saal geschickt.

Amber Heard verfolgte die Urteilsverkündung ganz in Schwarz gekleidet (Bild unten) vor Gericht, Johnny Depp zeigte sich nicht. Vor dem Gericht hatten sich zahlreiche Schaulustige und Fans - vor allem von Depp versammelt -, die nach dem Urteil in Jubel ausbrachen und „Johnny, Johnny“ riefen.

Amber Heard im schwarzen Kleid bei der Urteilsverkündung (Bild: AP)
Amber Heard im schwarzen Kleid bei der Urteilsverkündung

Prozess dauerte fast sieben Wochen
Der Zivilprozess zwischen Depp („Fluch der Karibik“) und Heard („Aquaman“) dauerte fast sieben Wochen. In den Abschlussplädoyers hatten die Verteidiger beider Seiten am Freitag noch einmal versucht, die Jury mit eindringlichen Appellen auf ihre Seite zu ziehen. Depps Verteidigung warf Heard Lügen und falsche Anschuldigungen vor. Der Schauspieler sei nicht der Täter, sondern das Opfer in diesem Fall.

Heards Verteidiger Benjamin Rottenborn hielt dagegen, es gebe „überwältigende Beweise für Missbrauch“. „Herr Depp kann einfach nicht beweisen, dass er Amber nicht mindestens einmal missbraucht hat“, erklärte er.

Depp klagte Heard auf 50 Millionen Dollar
In seiner Zivilklage hielt Depp seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Wegen Verleumdung klagte Depp auf rund 50 Millionen Dollar (gut 46 Mio. Euro) Schadenersatz.

Heard reichte eine Gegenklage auf 100 Millionen Dollar (rund 92 Mio. Euro) ein. Der Schauspieler hatte in dem Verfahren mehrfach betont, nie körperliche Gewalt gegen Heard angewandt zu haben. Die behauptete das Gegenteil.

Heard und Depp hatten sich 2009 bei den Dreharbeiten zu dem gemeinsamen Film „The Rum Diary“ kennengelernt. Sechs Jahre später heirateten sie, doch bereits nach 15 Monaten Ehe reichte die Schauspielerin die Scheidung ein.

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(Bild: kmm)



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