24.05.2022 11:54 |

Es wird immer schräger

Depp-Prozess: Doc Brown und Baby sorgen für Wirbel

Wer glaubte, der Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard könnte nicht mehr durchgeknallter werden, war am Montag nicht im Gericht. Denn es wurde tatsächlich immer schräger. Richterin Penney Azcarate wollte gerade die Verhandlung eröffnen und die Kameras im Gerichtssaal anstellen lassen, als in der Zuschauergalerie eine Frau aufsprang und laut verkündete: „Johnny, ich liebe dich, unsere Seelen sind verbunden.“ Dann hielt sie ihr Baby hoch und rief; „Johnny, das ist deins!“

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Im nächsten Moment standen zwei Gerichts-Polizisten neben ihr und eskortierten die Mutter mit Kind hinaus. Augenzeugin Angenette Levy berichtete im Kabelsender „Law & Crime“: „Es war einfach nur crazy. Depp hat sich umgedreht und der Frau sogar zugewunken“.

Frau gesteht, es war Scherz
Obwohl sie aus dem Saal verbannt wurde, wartete die Störenfriedin bis zum Ende des Prozesstages mit ihrem Kinderwagen vor dem Gericht. „Law & Crime“ berichtete, dass sie die Frau später interviewt hatten: „Sie hat zugegeben, dass das Ganze ein Scherz war, den sie sogar zusammen mit ihrem Ehemann ausgeheckt hat. Also Depp hat kein drittes Kind, das er heute im Gerichtssaal zum ersten Mal gesehen hat!“

Doc Brown trendet
Das Wort, was allerdings am Montag auf Twitter in Bezug auf den Prozess zu „trenden“ begann, war nicht „Depp Baby“ sondern: Doc Brown.

Was der kauzige Wissenschaftler aus der Kultkino-Serie „Zurück in die Zukunft“ mit dem Drama zu tun hatte? Ein Zeuge für Heard sah der von Christopher Lloyd gespielten Filmfigur nicht nur sehr ähnlich, Dr. David Spiegel klang auch so. Insbesondere, weil sich der Psychiater mit Depps Anwalt Wayne Dennison anlegte und immer wieder in Doc-Brown-Manier mit den Armen fuchtelte. 

Eine der witzigsten Stellen aus dem Kreuzverhör: Depps Anwalt bekam heraus, dass Dr. Spiegel für seine Untersuchung von Depps Sprachrhythmus in seiner eidesstattlichen Erklärung dessen Rolle in den „Piraten der Karibik“-Filme herangezogen hatte. Dennison: „Und Willie Wonka war Ihnen gleichgültig?“ Im Saal brach Gelächter aus. Dennison: „Oder haben Sie Charlie und die Schokoladenfabrik etwa nicht gesehen?“ „Doc Brown“ Spiegel warf zum wiederholten Male frustriert die Arme in die Höhe, drehte sich zur Richterin um und fragte „Muss ich das wirklich beantworten?“ Die erwies sich nicht als Verbündete: „Ja Sir, das müssen Sie!“

Heard-Team ändert den Plan
Amber Heards Anwälte wollten Johnny Depp unterdessen nicht mehr als Zeugen aufrufen.

Der 58-jährige Schauspieler hat seine Ex-Frau wegen Verleumdung angeklagt. Der in Virginia stattfindende Gerichtsprozess zieht seit Wochen das Interesse der Klatschmedien auf sich, wobei Heard und ihr Rechtsbeistand in den sozialen Medien eher schlecht wegkommen.

Depp hat vor Gericht bereits eine Aussage gemacht und sollte eigentlich vom Team seiner ehemaligen Partnerin erneut befragt werden. Diesen Plan haben die Juristen jetzt allerdings offenbar auf Eis gelegt.

Ein Insider verriet gegenüber ‚People‘: „Depp wieder in den Zeugenstand zu rufen wäre genauso nützlich als würde man einem Fisch ein Fahrrad geben. Alles, was Depp bis jetzt ausgesagt hat, war absolut irrelevant für den Streitpunkt im Prozess. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es dieses Mal anders wäre.“

Heard hat ebenfalls Klage gegen ihren Ex-Mann eingereicht, nachdem dieser sie wegen Verleumdung angezeigt hatte. Vorausgegangen war ein Artikel, den die Schauspielerin zuvor veröffentlicht hatte. Darin behauptete sie, durch Depp Opfer häuslicher Gewalt geworden zu sein. Mit Spannung erwartet wird der Auftritt des Topmodels Kate Moss, die am Mittwoch über ihre frühere Beziehung zu Johnny Depp aussagen soll.

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