Bluttat an Ehefrau

Mordverdächtiger Oststeirer hatte 1,8 Promille intus

Steiermark
27.06.2011 10:49
1,8 Promille hatte jener 76-jährige Oststeirer, der im Verdacht steht, in der Nacht auf Freitag seine Ehefrau im Bett erschossen zu haben, zum Tatzeitpunkt im Blut. Bei seiner ersten gerichtlichen Befragung am Wochenende zeigte sich der Pensionist nicht geständig, ein Motiv konnte noch nicht ermittelt werden.

Die Bluttat hat sich auf einem kleinen Anwesen in Geiseldorf im Bezirk Hartberg ereignet. Die 72-jährige Frau wurde tot im Bett aufgefunden, sie war durch einen Schuss in den Nacken gestorben. Ihr Mann war betrunken mit einem Traktor bei der Tochter aufgetaucht, diese hatte dann die Rettung verständigt. Die Ermittler fanden im Vorzimmer des Hauses ein Gewehr vom russischen Typ TOZ des Kalibers 22, es dürfte sich dabei um die Tatwaffe handeln.

Suizid definitiv ausgeschlossen
Bei der Einvernahme durch die Richterin hatte der Verdächtige unterschiedliche Tatvarianten aufgetischt, "die aber alle nicht mit den objektiven Ergebnissen übereinstimmen", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Graz, Barbara Schwarz. Die Obduktion der Frau hatte ganz klar ergeben, dass es keinesfalls ein Suizid war.

Der Mann hatte zunächst ausgesagt, seine Frau habe ihn angeschossen und dann sich selbst getötet. Nun wurde ein Sachverständiger beigezogen, der Näheres über die Alkoholisierung und den Geisteszustand des 76-Jährigen in Erfahrung bringen soll. Eine weitere Einvernahme war für Montag geplant. Der Pensionist befindet sich derzeit in der Haftanstalt Graz-Jakomini.

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