AK sagt:

„Seit 2008 wurde Arbeitswelt immer brutaler“

„Die Arbeitswelt ist seit der Finanzkrise 2008 immer brutaler geworden. Viele kommen da nicht mehr mit.“ AK-Präsident Andreas Stangl und Abteilungsleiterin Dagmar Andree fordern bessere Betreuung der Langzeitarbeitslosen durch’s AMS.
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Irgendwie klingt es verrückt: Während landesweit nahezu jede Branche über Arbeitskräftemangel jammert, ist gleichzeitig die Zahl der Langzeitarbeitslosen extrem hoch. So befinden sich laut Arbeiterkammer OÖ derzeit 4821 Arbeitslose seit mindestens einem Jahr auf Jobsuche. Interessant ist bei dieser rasanten Talfahrt auch der Blick in den Rückspiegel: Im März 2008 gab es in Oberösterreich laut AK nur 37 Langzeitarbeitslose, auch drei Jahre später waren es nur 57 Betroffene.

Über 50 Jahre alt
„Etwa zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen sind über 50 Jahre alt. Entgegen allen Beteuerungen in Sonntagsreden ist ein solches Alter bei vielen Personalchefs immer noch ein gravierendes Handicap“, sagt Dagmar Andree, Leiterin der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik bei der AK: „Kommen noch gesundheitliche Einschränkungen dazu oder hat man keinen gefragten Berufsabschluss, dann ist der Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit faktisch vorgezeichnet.“

Langzeit-Rekord-Hoch
„Die Langzeitarbeitslosigkeit ist auf einem Langzeit-Rekord-Hoch. Die Politik hat zu spät und zu halbherzig auf diese absehbare Entwicklung reagiert. Was es nun braucht, sind Maßnahmen, um Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl. Er fordert ein wirkungsvolles Maßnahmenpaket zur Wiedereingliederung .

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