06.04.2022 12:09 |

Nach Butscha-Massaker

Anonymous leakt Daten 120.000 russischer Soldaten

Nach den Gräueltaten russischer Soldaten in der ukrainischen Stadt Butscha hat der militärische Nachrichtendienst der Ukraine die persönlichen Informationen der mutmaßlich an dem Massaker beteiligten Soldaten veröffentlicht. Die Daten dürfte das übergeordnete Verteidigungsministerium dem Hackerkollektiv Anonymous verdanken.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Erst am Sonntag hatte Anonymous via Twitter bekannt gegeben, dass die persönlichen Daten von 120.000 russischen Soldaten, die in der Ukraine kämpfen, durchgesickert seien. Die Daten seien weitergegeben worden, hieß es.

Ukraine veröffentlicht Liste mutmaßlicher Kriegsverbrecher von Butscha
Ein Empfänger dürfte der Hauptnachrichtendienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums gewesen sein, auf dessen Website nun die Namen, Dienstgrade, Geburtsdaten und Passnummern russischer Soldaten veröffentlicht wurden, die der 64. motorisierten Schützenbrigade angehörig sind - jener Einheit, die für die Kriegsverbrechen in Butscha verantwortlich sein soll.

Denken Sie daran: Alle Kriegsverbrecher werden vor Gericht gestellt und für die an der ukrainischen Zivilbevölkerung begangenen Gräueltaten zur Rechenschaft gezogen“, betonte der ukrainische Nachrichtendienst.

Obwohl Anonymous das Leck erst am Sonntag bekannt gab, waren die Daten erstmals wenige Tage nach Beginn der Invasion auf der ukrainischen Nachrichtenwebsite Pravda erschienen. Die Quelle des Lecks gab das Blatt nicht bekannt, erklärte aber, dass die Daten zuverlässig seien.

Cyberkrieg gegen Putin
Anonymous hatte unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine Präsident Putin den Cyberkrieg erklärt und seitdem mit zahlreichen Störaktionen und Hacks von sich Reden gemacht. Unter anderem legte das Kollektiv die Websites russischer Staatsmedien lahm oder kaperte vernetzte Drucker in ganz Russland, um unzensierte Informationen zum Ukraine-Krieg auszudrucken

Via Twitter ließ das Kollektiv wissen: „Das Hacking wird weitergehen, bis Russland seine Aggression stoppt.“

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 25. Mai 2022
Wetter Symbol