Streit um Quarantäne

Erleichterungen gehen Stelzer nicht weit genug

Das Ringen um die richtige Corona-Strategie wird immer mehr zum Match zwischen den politischen Parteien beziehungsweise zwischen Bund und Land. Mit seiner Forderung, über eine Abschaffung der Quarantäne nachzudenken, stieß LH Thomas Stelzer nur bei ÖVP-Amtskollegen auf Zustimmung – im Bund blitzte er ab.
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73.105 Menschen befanden sich am Dienstag in Oberösterreich coronabedingt in Heimisolation – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Weil diese Menschen allerorts in ihren Berufen fehlen – vor allem in systemrelevanten Bereichen –, hatte LH Thomas Stelzer (ÖVP) bereits am Montag angeregt, über ein Ende der Quarantäne-Regeln nachzudenken. Widerhall fand seine Forderung bisher nicht: Von der Landes-SP hagelte es umgehend Kritik, gestern legten auch die roten Landeshauptleute von Kärnten und dem Burgenland sowie der Linzer Bürgermeister Klaus Luger nach. Er verglich Stelzer mit dem britischen Premier Boris Johnson, der schon 2020 „den skurrilen Vorschlag einer Durchseuchung der Bevölkerung“ eingebracht habe.

Bund ignoriert Idee
Auch die türkis-grüne Bundesregierung ignorierte Stelzers Idee. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) kündigte am Dienstag nur Quarantäne-Erleichterungen für nicht vollimmunisierte Kontaktpersonen, nicht aber für Infizierte selbst an..

Stelzer geht das nicht weit genug
„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es braucht noch einen umfassenden Diskussionsprozess mit Experten“, heißt es verklausuliert aus seinem Büro. Zustimmung kommt aus Salzburg und Vorarlberg – von den dortigen schwarzen Landeshauptleuten.

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