So, 24. Juni 2018

Verpatzte Saison

23.05.2011 12:20

Der Titel ist weg: Hängende Köpfe bei den Salzburgern

Trotz aller Mateschitz-Millionen hat Red Bull Salzburg heuer seinen Titel nicht verteidigen können. Eine Runde ist zwar noch zu spielen, der Meisterteller wird aber wohl nach Graz zu Sturm oder vielleicht nach Wien zur Austria wandern. "Die Enttäuschung ist extrem groß", musste auch Bullen-Coach Ricardo Moniz eingestehen.

Ein Eigentor von Rabiu Afolabi in der Schlussphase kostete Salzburg zwei Punkte, mehr als Platz zwei ist damit nicht mehr möglich. Sogar Platz drei droht, was dem schlechtesten Resultat des Klubs in der Ära Red Bull entspräche. Vor dem abschließenden Spiel bei der Wiener Austria beträgt der Vorsprung auf die "Veilchen" nur einen Punkt - wenn man davon ausgeht, dass das Wiener Derby vom Sonntag mit 3:0 für die Austria strafverifiziert wird. Einen Platz in der Europa-League-Qualifikation hat man jedenfalls sicher.

Europa League kein Trost
Für Moniz ist das freilich zu wenig. "Das Erreichen der Europa League ist für mich kein Trost", sagte der Niederländer. "Die Mannschaft hätte sich und die Fans selbst belohnen können, wir haben eine unglaubliche Chance verpasst." Afolabi wollte er keinen Vorwurf machen, vielmehr konstatierte er ganz allgemein Schwächen in der Abwehr. "Wir machen unglaubliche Defensivfehler. Wir können den nächsten Schritt einfach nicht tun. Das ist ein Grund, warum wir die Meisterschaft verloren haben."

Cziommer gelobt Besserung
Auch Mittelfeldspieler Simon Cziommer zeigte sich schwer enttäuscht, gelobte aber Besserung. "Kein Vorwurf an Afolabi. Wir hatten genug Chancen, den Sack zuzumachen. Salzburg wird in der kommenden Saison ein ganz anderes Gesicht zeigen. Das sieht ein Blinder, dass diese Mannschaft viel Qualität hat", meinte der Deutsche. Der lange verletzte Tormann Eddie Gustafsson, gegen Ried auf der Bank, kannte den Grund für die verlorene Saison: "Wir haben letztendlich zu wenig Tore geschossen."

"Es ist sehr bitter", bekannte auch Stürmer Roman Wallner. "Wir hätten das 3:1 machen müssen. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und nächste Saison wieder neu durchstarten. Die Europa League ist kein Trost, es ist das Minimalziel", meinte der Steirer, der in jungen Jahren auch bei Sturm Graz gespielt hatte. Er verwies aber auch den Aufwind unter Moniz: "Das Positive ist, dass wir die Sympathien der Fans großteils zurückgewonnen haben."

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