02.03.2022 10:22 |

Auch Hauser reagiert

Emotionales Posting: Biathlet im Kriegsdienst

Der ukrainische Ex-Weltmeister Dmytro Pidrutschnji hat mit einem emotionalen Post aus seinem Kriegsdienst für Aufsehen gesorgt. „Ich bin allen dankbar, die mir schreiben und sich Sorgen um meine Familie machen, und denen, die die Ukraine unterstützen und helfen“, schrieb der 30-Jährige beim Internetdienst Instagram. Zahlreiche Biathlon-Kollegen und -Kolleginnen reagierten. So auch Lisa Hauser, die Herzen in den ukrainischen Nationalfarben gelb und blau unter dem Posting hinterließ.

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Pidrutschnji zeigte sich auf einem Foto in Militär-Uniform mit Helm: „Ich bin derzeit in meiner Heimatstadt Ternopil und diene in der Nationalgarde der Ukraine. Dieses Foto wurde während des Luftalarms aufgenommen.“

Noch vor zwei Wochen startete der beste Skijäger seines Landes bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Nach der Invasion Russlands in die Ukraine gab sein Verband bekannt, dass kein Ukrainer bei den verbleibenden drei Weltcup-Stationen antreten wird. Laut Medienberichten kämpfen auch andere Biathleten an der Front, darunter mit Julia Dschima die beste Frau, die 2014 in Sotschi noch Olympia-Gold mit der Staffel der Ukraine geholt hatte.

Herzen von Lisa Hauser
„Bleib stark“, antwortete der deutsche Ex-Weltmeister Benedikt Doll auf Pidrutschnjis Post in dem sozialen Netzwerk. „Wir alle sind mit dir“, so der Italiener Thomas Bormolini. Die norwegische Olympiasiegerin Tiril Eckhoff schrieb: „Pass auf dich auf und bleib stark.“ Dazu hinterließ Österreichs Top-Biathletin Lisa Hauser - wie viele andere Kollegen und Kolleginnen - Herzen in den ukrainischen Nationalfarben gelb und blau. Pidrutschnji ist in dieser Saison als 34. im Gesamtweltcup der stärkste Ukrainer. Vor drei Jahren hatte er in Schweden den WM-Titel in der Verfolgung gewonnen.

Talent gefallen: „Helden sterben nicht
Große Betroffenheit löste indes der Tod des Nachwuchs-Biathleten Yevhen Malyshev aus, der nach Angaben des Weltverbandes im Kampf gefallen ist.

Der 19-Jährige galt als großes Talent und musste seinen Einsatz mit dem Leben bezahlen. „Das ist einer zu viel. Beendet den Krieg“, forderte Johannes Thingnes Bö, der Vierfach-Olympiasieger von Peking. Der ukrainische Verband schrieb zur Schreckensnachricht martialisch: „Helden sterben nicht.“

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