Tiroler IT-Experte rät

„Sicherheit durch simulierte Angriffe testen“

Tirol
24.02.2022 07:15

Mit einem Schaden von mehreren 10.000 Euro sieht sich, wie berichtet, eine Firma in Kolsass konfrontiert. Der Grund: Der Betrieb wurde Opfer eines Angriffs durch einen Hacker. Die „Krone“ sprach mit einem Experten aus der Branche und fragte, wie sich Betriebe und Privatpersonen am besten schützen. Neben Antivirensoftware lautet Backup das Zauberwort.

Laut Exekutive wurde die Software des Betriebs am Montag kurz nach 16 Uhr durch eine Schadsoftware verschlüsselt. „Ein unbekannter Täter forderte in weiterer Folge, dass der Inhaber Bitcoin in der Höhe eines niedrigen vierstelligen Eurobetrages überweist, um einen Software-Freischalt-Code zu erhalten.“

Dieser Aufforderung kam der Geschäftsführer jedoch nicht nach, sondern erstattete Anzeige bei der Polizei. Durch den Angriff entstand der Firma letzten Endes ein saftiger Schaden von mehreren 10.000 Euro.

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Die Daten sollten mittels externem und verschlüsseltem Backup gesichert werden. Denn nach einem Hackerangriff ist selbst ein Profi oftmals nicht in der Lage, die Daten wiederherzustellen.

David Winkler

Schulung der Mitarbeiter
Wie schützt man seinen Betrieb oder den privaten PC bzw. Laptop am besten? Dazu rief die „Tiroler Krone“ einen Experten aus der Branche an. Wie David Winkler, Geschäftsführer der Strong-IT GmbH in Innsbruck, sagt, „sollte man zunächst darauf achten, den Mitarbeitern keine Administratoren-Rechte zu geben und sie zu Beginn und in weiterer Folge zweimal jährlich schulen“.

Für den Einstieg in das Firmennetzwerk sollte man - wie beim Online-Banking - eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten.


Simulierte Angriffe durch Profis
Zudem empfiehlt der Experte, das System durch simulierte Angriffe von externen Profis testen zu lassen. Testen sollte man dabei freilich auch die Mitarbeiter, etwa mit Test-Phishing-Mails. Und welche Software empfiehlt der Profi für den Schutz vor Viren bzw. Angriffen? „Hier genügen die auf dem freien Markt erhältlichen Antivirenprogramme und Firewalls“, sagt Winkler. Freilich müssen entsprechende Updates regelmäßig erfolgen.

Ohne extern gesichertes Backup geht nichts mehr
Das große Schlüsselwort, um sich bestmöglich zu rüsten, lautet „Backup“. „Die Daten sollten mittels externem und verschlüsseltem Backup gesichert werden. Denn nach einem Hackerangriff ist selbst ein Profi oftmals nicht in der Lage, die Daten wiederherzustellen.“ Diese Tipps gelten auch für den PC oder Laptop in den eigenen vier Wänden.

Zum Schluss noch ein Tipp bezüglich des Passworts: Dieses sollte mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen bestehen. Und bitte nicht bei jedem Dienst dasselbe Passwort verwenden!

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