Trauer im Team

Rohregger nach Weylandt-Tod: “Alle sind wie gelähmt”

Sport
11.05.2011 15:08
Zwei Tage nach dem Unfalltod seines Mannschaftskollegen Wouter Weylandt hat Thomas Rohregger am Mittwoch zum Ausstieg seines Teams Leopard Trek aus dem Giro d'Italia Stellung genommen. "Wir sind alle wie gelähmt und können nicht so weitermachen, als wäre nichts passiert. Wir sind zwar an vieles gewöhnt, können vieles ertragen und fahren oft weiter, obwohl jemand schwer stürzt - aber dieses Mal ist alles anders. Es gibt kein 'business as usual', denn wir sind Menschen mit Gefühlen, keine Roboter oder Maschinen", sagte der Tiroler.

Rohregger bat um Verständnis, dass er in der derzeitigen Situation und auch in Absprache mit dem Team telefonisch nicht erreichbar sei. "Die neutralisierte Etappe am Dienstag war sehr berührend", meinte er weiter. "Die Leute zeigten tiefsten Respekt und Anteilnahme - nur leiser Applaus, kein Hupen, kein Schreien. Wir werden von unserem Teamarzt und dem Psychologen betreut." Für Donnerstag hat Rohregger die Rückkehr nach Österreich geplant.

Der 28-Jährige und seine Teamkollegen werden geschlossen der Beerdigung von Wouter Weylandt beiwohnen, um dem Belgier die letzte Ehre zu erweisen. Die Trauerarbeit ist aber schon davor zu bewältigen. "Wir sprechen viel miteinander, um den Tod gemeinsam aufzuarbeiten. Am Dienstag trafen wir noch Wouters Familie und haben miteinander getrauert und geweint."

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