ATSV Stadl-Paura

Ein Finanz-„Wunder“ am grünen Rasen

„Ich hab’ null Geld“, gesteht der Chef des ATSV Stadl-Paura . Trotzdem trainiert der im Visier der Staatsanwaltschaft stehende Drittliga-Prügelknabe seit Freitag in Kroatien.

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Rotes Kapperl, rote Laterne, rotes Konto! Trotzdem genießt Johann Stöttinger derzeit in Kroatien die Aussicht aufs blaue Meer. Und das mit 25 Spielern und Betreuern acht Tage lang. „Wir sind Freitag um 6 Uhr in drei Kleinbussen nach Umag gereist“, bestätigt der Chef des Regionalliga-Prügelnaben ATSV Stadl-Paura. Der nach 16 Runden bei 5:43 Punkten und 9:66 Toren hält - damit so gut wie abgestiegen ist.

Das größere Problem aber:
Stadl-Paura steht nicht nur im Visier gegnerischer Fußballer, sondern auch in jenem der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind abgeschlossen“, erklärt Stöttinger: „Der Rest dauert!“

Unter Manipulationsverdacht
Womit er anspricht, dass sein Klub unter Manipulationsverdacht steht. Was im Zusammenhang mit der asiatischen Wettmafia stehen soll und damit wieder mit sieben Korea-Legionären, die 2020 beim ATSV waren. Weshalb es trotz geltender Unschuldsvermutung kein gutes Bild macht, dass in Stadl-Paura am Donnerstag erneut fünf Koreaner, die aber noch nicht nach Umag mitgenommen wurden, aufgetaucht sind. Zumal Stöttinger behauptet: „Ich hab’ kein Geld, die Spieler kriegen auch keines - wovon sie leben, ist ihr Problem.“

Und weiter:
„Ich hole auch nur noch Spieler, die einen Sponsor mitbringen“.  Klingt völlig realitätsfremd! „Stimmt aber“, sagt Stöttinger, der im Winter bisher 15 Zugänge fixiert hat. Dazu engagierte er Trainer Mujo Candic und Assistent Ari Taner. Die Freitag in Umag gleich gegen den slowenischen Klub Dekani coachten. „Wir wurden hierher eingeladen“, so Stöttinger beim 1:2. Während die Daheimgebliebenen am Samstag in Gunskirchen gegen Marchtrenk testen.

Georg Leblhuber
Georg Leblhuber
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