26.01.2022 14:59 |

48% weniger als 2019

Tourismus fiel 2021 auf das Niveau von 1970 zurück

Der heimische Tourismus hat auch im zweiten Corona-Jahr 2021 massive Einbußen erlitten. Die Nächtigungen brachen gegenüber 2020 um fast 19 Prozent auf 79,57 Millionen ein. Das war um 48 Prozent weniger als im Jahr vor der Pandemie (2019). Damit ist die Branche um rund 50 Jahre zurückgefallen: 1970 hatten sich 79,52 Millionen Gäste in den Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen eingebucht.

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In absoluten Zahlen lagen die Nächtigungen im abgelaufenen Jahr um 73,1 Millionen unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die höchsten Verluste erlitten Tirol (minus 26,3 Millionen), Salzburg (minus 16,0 Millionen) und Wien (minus 12,6 Millionen). Am glimpflichsten davon kamen Kärnten und das Burgenland, wo die Buchungen um gut ein Fünftel zurückgingen.

Ankünfte gingen um 11,5 Prozent zurück
Infolge von internationalen Reisebeschränkungen, Quarantänebestimmungen und Lockdowns verringerte sich die Zahl der Ankünfte gegenüber 2020 den Statistikern zufolge um 11,5 Prozent auf 22,15 Millionen. Der Rückgang war bei den ausländischen Gästen mit 15,6 Prozent auf 12,73 Millionen naturgemäß stärker als bei den inländischen, die ein Minus von 5,3 Prozent auf 9,42 Millionen auswiesen.

Rückgang durch Lockdowns
Die Nächtigungsbuchungen aus dem Ausland verringerten sich um fast 25 Prozent auf rund 50 Millionen, jene aus dem Inland um 6,3 Prozent auf 29,6 Millionen. Die für den heimischen Tourismus so wichtigen Deutschen reduzierten ihre Nächtigungen in Österreich um 16,6 Prozent auf 32,1 Millionen. Damit machten im zweiten Corona-Jahr mehr Deutsche Urlaub in Österreich als Inländer.

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Corona-bedingte Betriebsschließungen und internationale Reisebeschränkungen haben dem Tourismus in Österreich auch im Jahr 2021 stark zugesetzt.

Tobias Thomas

„Corona-bedingte Betriebsschließungen und internationale Reisebeschränkungen haben dem Tourismus in Österreich auch im Jahr 2021 stark zugesetzt“, fasste Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas zusammen. Der Gesamtrückgang sei überwiegend auf die Monate der Betriebsschließungen - von Jänner bis Mai sowie im November 2021 - zurückzuführen. 

Einbußen im Westen und im Süden
Die tourismuslastigen Bundesländer im Westen und im Süden Österreichs mussten 2021 den deutlichsten Einbruch hinnehmen. In Tirol sackten die gebuchten Nächte gegenüber dem Pandemiejahr 2020 um 29 Prozent auf 23,6 Millionen ab, in Salzburg um 31 Prozent auf 14 Millionen und in Vorarlberg um 28 Prozent auf 4,6 Millionen. In Kärnten betrug das Minus acht Prozent auf 10,2 Millionen und in der Steiermark elf Prozent auf neun Millionen Nächtigungen.

Gegenüber 2020 erholt haben sich hingegen das Burgenland mit einem Zuwachs bei den touristischen Übernachtungen von rund zehn Prozent auf 2,5 Millionen, Wien mit einem Plus von neun Prozent auf fünf Millionen sowie Niederösterreich und Oberösterreich mit einem Anstieg von fünf Prozent auf 5,7 Millionen.

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