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Schwarze Schafe | Nicht neutral

Schwarze Schafe. Mächtig Staub aufgewirbelt hat das vom erfolgreichen Start-up-Gründer Florian Gschwandtner gepostete Party-Video aus Kitzbühel. Dass hier öffentlich so heftig über die Stränge geschlagen wird - das findet massive Kritik. Schon am Sonntag hatte sich Tourismusministerin Elisabeth Köstinger höchst kritisch zu Wort gemeldet, davor gewarnt, dass schwarze Schafe in der Gastronomie, die solche Partys zulassen, dem österreichischen Tourismus schweren Schaden zufügen. Der Obmann von Kitzbühel-Tourismus findet zur ausgerechnet zum Beginn der Hahnenkamm-Rennwoche publik gewordenen Feier in seinem Ort ebenfalls drastische Worte, wenn er von einer „Sauerei“ spricht und meint: „Wir sind richtig enttäuscht, wir wollten mit gutem Vorbild vorangehen.“ Ähnlich klang der Bürgermeister von Kitz. Und was sagt die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer? „Feiern ist etwas Schönes, aber passt halt nicht zu Corona. Wir müssen uns noch etwas gedulden.“ Freilich kein Wunder, wenn das Gedulden nach zwei Jahren Pandemie mit nur wenigen Pausen vielen immer schwerer fällt.  

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Nicht neutral. Wie brenzlig die Situation zwischen Russland und der Ukraine ist, wird uns von Tag zu Tag bewusster. Während gestern die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ihren ukrainischen Amtskollegen in Kiew traf, bevor sie heute nach Moskau zu Außenminister Lawrow weiterreist, meldete sich der neue ukrainische Botschafter Khymynets in Wien zu Wort. Im Interview mit „Krone“-Außenpolitiker Clemens Zavarsky sprach er davon, dass ein Angriff auf die Ukraine für Russlands Präsidenten Putin „schmerzhaft werden“ muss. Auch das Recht auf einen NATO-Beitritt der Ukraine verteidigt der Botschafter. Ob man sich in der Ukraine eine Neutralität wie bei Österreich vorstellen könne, fragte Zavarsky. Der Botschafter verneint und zeigt auch wenig Verständnis „wenn in Österreich Politiker von uns verlangen, wir sollen Verständnis für Putin aufbringen.“ Solche Äußerungen - wie sie etwa Ex-Bundespräsident Heinz Fischer von sich gegeben hatte - seien „schädlich“. Klare Worte!

Einen schönen Dienstag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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