Mo, 23. Juli 2018

Versicherungsbetrug

02.05.2011 16:12

Jährlich 30 Millionen Schaden durch neuen "Volkssport"

Versicherungsbetrug hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die zerbrochene Brille, der kaputte Laptop, das gestohlene Radl: Klassiker, mit denen sich die Schadensreferenten der Versicherungen immer wieder herumschlagen müssen. Sie kontrollieren genau - denn jede 20. Schadensmeldung ist getürkt! Allein in der Steiermark werden jährlich 30 Millionen Euro ergaunert.

Wenn es um erhofftes Geld von der Versicherung geht, sind die Steirer besonders erfinderisch: Dann geht schon mal die Brille kaputt, gibt der originalverpackte Laptop im überfluteten Keller den Geist auf, kommt das Radl vorm Haus plötzlich abhanden. "Vor allem im Kleinschadensbereich registrieren wir eine deutliche Zunahme", berichtet Jürgen Frömbgen, Leiter der internen Revision Grazer Wechselseitigen Versicherung.

Die "auffälligsten" Sparten sind für Frömbgen die Bereiche Eigenheim/Haushalt, Privathaftungen und Kfz: "Wir kontrollieren die betrugsrelevanten Schadensmeldungen genau und starten immer wieder gezielte Schwerpunktaktionen."

Hohe Dunkelziffer
Mit gutem Recht, schließlich hat sich Versicherungsbetrug hierzulande bereits zu einer Art Volkssport entwickelt. Experten gehen davon aus, dass jede 20. Schadensmeldung getürkt ist - allein in der Steiermark werden so jährlich mindestens 30 Millionen Euro ergaunert. Tendenz stark steigend!

"Die Dunkelziffer ist extrem hoch, bis zu 90 Prozent aller Delikte dürften nicht aufgeklärt werden", schätzt Frömbgen. Wer aber erwischt wird, muss mit einer Betrugsanzeige rechnen.

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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