Marco Odermatt sicherte sich zwar die Kristallkugel im Super-G, doch im letzten Rennen der Saison hatte der Ski-Dominator mit Motivationsproblemen zu kämpfen und fuhr nur auf Rang 19. „Ich habe das zuvor noch nie erlebt“, sagte der 28-jährige Schweizer.
Damit bleibt Kvitfjell jener klassische Weltcup-Ort, an dem der 28-Jährige weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet. Bereits am 6. März 2022 war er dort nur 28. geworden, dieses Mal kam er nicht über Rang 19 hinaus. Für Odermatt freilich zu wenig. „Das ist kein cooler Abschluss“, wurde er von „Blick“ zitiert und ging sofort auf Ursachenforschung. „Ich habe das zuvor noch nie erlebt: Bei der Besichtigung haben mir die Lust und die Motivation gefehlt. Als ich dann am Start stand, wollte ich liefern. Aber irgendwie hat es nicht funktioniert.“
Auch Materialprobleme wollte Odermatt nicht als Ausrede gelten lassen: „In diesem Rennen wäre ich sehr wahrscheinlich auch mit dem allerbesten Set-up schlecht gefahren.“
Odermatt wird‘s verkraften können, angesichts dessen, dass er schon vor dem Rennen den Sieg in der Super-G-Gesamtwertung sicher hatte.
Paris triumphiert
Den Sieg holte sich Dominik Paris. Der Italiener schaffte damit nach seinem Abfahrtserfolg am Vortag sogar das Kvitfjell-Double. Hinter ihm landeten die beiden ÖSV-Läufer Vincent Kriechmayr und Raphael Haaser auf dem Podest.
Altmeister analysieren
Der frühere Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer verwies bei Odermatt auf schwierige Bedingungen. „Als Marco mit der Startnummer 15 gestartet ist, war es ziemlich windig. Er hatte keine guten Bedingungen.“
Ski-Legende Marc Girardelli sieht andere Gründe. „Ich glaube, dass auch der Ausnahme-Athlet Odermatt nach dieser langen Saison müde ist. Außerdem wollte er vor dem abschließenden Duell um die Riesenslalom-Kugel wohl nicht mehr das letzte Risiko eingehen.“
Für Odermatt gilt es nun, den Fokus voll und ganz auf den großen Showdown im Riesenslalom am Dienstag zu richten. In der Disziplinenwertung liegt der 28-Jährige vor dem letzten Rennen 48 Punkte vor Lucas Braathen.
Der RTL-Weltcupstand:
„Als Skirennfahrer trainierst du den ganzen Sommer hart, um möglichst viele Rennen fahren zu können. Und ich glaube sogar, dass Marco diese Niederlage gar nicht schadet. Sie könnte ihn für Dienstag zusätzlich anstacheln“, meinte Felix Neureuther.
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