03.01.2022 06:00 |

Regierung auf Linie

Nehammer gegen EU-Atompläne: „Teuer & gefährlich“

Nach all den Zerreißproben der vergangenen Monate tauchte nun ein Thema auf, das Türkis und Grün in bedenkenloser Eintracht beackern können: den Kampf gegen Atomstrom. Nach der Umweltministerin rückte auch der Kanzler via „Krone“ gegen EU-Pläne aus, Atomenergie als „grün“ einzustufen.

Knapp jeder zweite EU-Staat setzt auf Atomenergie, rund ein Viertel des in der EU erzeugten Stroms entstammt der Kernenergie - und geht es nach der EU-Kommission, sollen Investitionen in Atomstrom unter bestimmten Voraussetzungen künftig als „grün“ gelten.

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Österreichs Haltung zur Atomkraft ist völlig klar: Für uns ist das keine nachhaltige Form der Energieproduktion.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP)

Gewessler droht Brüssel mit Klage
In Österreich stoßen diese Avancen auf massiven Widerstand: Laut Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) würde damit „die Zukunft unserer Kinder zerstört“, daher habe sie bereits ein Rechtsgutachten zu den Plänen der Kommission in Auftrag gegeben. Nötigenfalls, erklärte die Grüne, werde man klagen.

Kanzler Karl Nehammer sicherte ihr jedenfalls „volle Unterstützung“ im Kampf gegen Atomstrom zu: „Österreichs Haltung zur Atomkraft ist völlig klar: Für uns ist das keine nachhaltige Form der Energieproduktion.“ Das habe Nehammer beim letzten EU-Gipfel auch bereits deutlich gemacht. Der ÖVP-Chef wolle stattdessen „weiterhin auf erneuerbare Energieträger setzen“. Atomstrom sei „teuer, riskant und gefährlich, er ist für Österreich kein Beitrag zum Klimaschutz“. 

Klaus Knittelfelder
Klaus Knittelfelder
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