30.12.2021 06:30 |

Rüffel von Haslauer

Hüttenparty: „Jetzt bescheidene Betretenheit“

Wenige Tage nach dem Lockdown-Ende ging es auf einer Ski-Alm in Obertauern bereits hoch her. Trotz Après-Ski-Verbots soll nicht nur einmal auf der Terrasse gefeiert worden sein. Das rief - wie berichtet - sogar den Landeshauptmann auf den Plan. Er rief direkt bei der Wirtin an und redete ihr angesichts der möglichen Konsequenzen für das ganze Land ins Gewissen. Kurz danach war die Party vorbei.

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Andere Gastronomen, die sich streng an die Regeln hielten, wollten dem Treiben nicht tatenlos zusehen. Die lokalen Behörden sahen sich außerstande, dem Party-Lokal den Riegel vorzuschieben, da wandten sich die neun Wirte an den Landeshauptmann. Wilfried Haslauer reagierte prompt und rief selbst in der betroffenen Skihütte an.

Innerhalb von 15 Minuten hätten die Hüttenbetreiber dem wilden Treiben ein Ende gesetzt und die Musik sei ausgeschaltet gewesen, berichten Augenzeugen der „Krone“.

Im Büro des Landeshauptmanns wird der Appell an die Hüttenbetreiber bestätigt. „Es hat ein sehr konstruktives, klärendes Telefonat gegeben, in dem auf die Wichtigkeit der Maßnahmen hingewiesen wurde“, heißt es. Die betroffene Wirtin wollte sich nicht zum Rüffel des Landeshauptmanns äußern. Auf die „Krone“-Anfrage, wie denn das Gespräch mit dem Landeshauptmann verlaufen sei, beendete die Frau das Telefonat kommentarlos.

Großteil hält sich sehr genau an die Vorgaben
Haslauer habe darauf hingewiesen, dass „da sehr viel für das Land dranhängt“. Inzwischen wurden auf Anweisung des Landeshauptmanns auch die Kontrollen in den Skigebieten intensiviert. Dabei habe sich auch herausgestellt, dass sich der absolut größte Teil der Branche penibel an die Vorgaben halte, hieß es. Deshalb habe Haslauer auch so schnell reagiert. „Wenn sich einzelne Betriebe nicht an die Vorgaben halten, dann ist das unfair gegenüber den anderen Wirten und gegenüber der ganzen Gesellschaft“, sagt ein Haslauer-Sprecher.

Auch in Obertauern läuft nun offenbar alles nach den Regeln ab. „Bei uns heroben herrscht jetzt bescheidene Betretenheit“, formuliert es ein Beobachter, der lieber anonym bleiben will, im „Krone“-Gespräch.

Nun laufe alles geordnet ab, die Gäste sitzen auch bei den Skihütten an ihren Tischen und leise läuft Musik. „Es ist Après Ski, wie wir es vor 30 Jahren gehabt haben“, sagt der Beobachter.

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