Di, 25. September 2018

Rüffel vom NHL-Star

23.04.2011 13:30

ÖEHV-Team weist Kritik von Tom Vanek zurück

Der Österreichische Eishockey-Verband und einige Mannschaftskollegen haben sich am Samstag zur Kritik von Thomas Vanek und Matthias Trattnig zu Wort gemeldet. Manager Giuseppe Mion und die Spieler wiesen die von den beiden als mangelhaft beschriebene Betreuungssituation zurück und kritisierten ihrerseits die Art und Weise der Diskussion. "Die Spieler sollen mit ihren Wünschen und Anregungen an uns herantreten und dies nicht öffentlich diskutieren. Wenn der Bedarf besteht, werden wir natürlich für zusätzliches Personal sorgen", erklärte Mion.

NHL-Star Vanek und Salzburg-Verteidiger Trattnig hatten das Fehlen von Physiotherapeuten und einheitlicher Trainingskleidung kritisiert. Laut ÖEHV beziehen sich die Äußerungen von Vanek auf die WM 2009, bei der letztjährigen war der Steirer nicht mit dabei. Seit einige Spieler vor zwei Jahren intern Kritik geübt hatten, habe sich "einiges geändert", betonte der Verband. Die Äußerungen von Vanek und Trattnig seien jedenfalls keineswegs als "Revolution innerhalb der Mannschaft" zu sehen, versuchte der ÖEHV zu beruhigen.

Bei der WM in der Slowakei (29. April - 15. Mai) werde das Team wie im Vorjahr von zwei Zeugwarten und zwei Physiotherapeuten betreut. "Jeder Spieler wird am Dienstag in Innsbruck neu eingekleidet, dann ist auch das einheitliche Auftreten garantiert", ergänzte Mion.

Unterluggauer kann Kritik nicht nachvollziehen
Der langjährige Teamverteidiger Gerhard Unterluggauer (im Bild beim Spiel gegen Lettland) kann die Kritik von Vanek und Trattnig jedenfalls nicht nachvollziehen. "Ich bin viele Jahre beim Nationalteam dabei. Daher kann ich sehr gut beurteilen, dass sich in den letzten Jahren der Standard verbessert hat. Unsere Equipment-Manager leisten großartige Arbeit. Das hat es bei meinen Anfängen noch nicht gegeben", erklärte der Routinier.

Unterluggauer forderte ebenso wie Schweiz-Legionär Oliver Setzinger eine interne Klärung anstatt einer öffentlichen Diskussion im unmittelbaren WM-Vorfeld. "Es gibt Dinge, die bedürfen einer internen Klärung. Der guten Stimmung innerhalb der Mannschaft tun diese Diskussionen keinen Abbruch. Das alles wurde bereits angesprochen und wir suchen nach einer Lösung", wurde Setzinger zitiert.

"Spiele nicht fürs Team, weil mir alles nachgetragen wird"
Auch Robert Lukas zeigte kein Verständnis für die Diskussion von "Nebensächlichkeiten". "Ich spiele nicht deswegen für das Nationalteam, weil mir alles nachgetragen wird. Klar gibt es Dinge, die man verbessern kann. Dies trifft aber nicht nur auf das österreichische Nationalteam zu", bekräftigte Lukas.

Österreich trifft zum Abschluss der WM-Vorbereitung am Mittwoch in einem Testspiel in Innsbruck auf den ersten Gruppengegner USA. Außerdem spielt Rot-Weiß-Rot bei den Titelkämpfen noch gegen Schweden und Norwegen.

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