Sicherheit geht vor

Damit die Feiertage nicht mit „Katzenjammer“ enden

Für viele Menschen gehören eine prachtvolle Deko, glitzernder Christbaumschmuck und ein üppiges Festmahl zum traditionellen Weihnachtsfest. Leben jedoch Tiere im Haushalt, lautet die Devise: Weniger ist mehr!

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Zerbrochene Glaskugeln, lose Geschenkbänder, weihnachtliche Dekoration oder das Mitnaschen bei Keksen und Co. können den Tieren rasch zum Verhängnis werden. „Während echte Kerzen schnell zu Bränden führen können, kann zerbrochener Glasschmuck dramatische Auswirkungen auf die empfindlichen Pfoten haben. Hunde oder Katzen können diese nicht von Spielzeug unterscheiden. Was passiert, wenn sie hineinbeißen oder die Scherben gar verschlucken, möchte man sich nicht vorstellen.“ warnt Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen.

Für Haustiere lebensgefährlich
Ebenso gefährlich sind metallene Christbaumhaken, Lametta, aber auch diverse Dekosprays, die zum Ablecken einladen und giftig sein können. Schokolade darf grundsätzlich nicht erreichbar sein, da diese für Tiere giftig ist, ebenso wie Weihnachtsbäckerei, die mit den Zuckeraustauschstoffen Xylit oder Erythrit gebacken ist. Auf einige Säugetiere wirken diese leberschädigend bis tödlich giftig.

Vorsicht... Baum fällt!
Kippt der Baum, ist das nicht nur eine (un)schöne Bescherung, auch können sich Vierbeiner verletzen. Horrorszenario: Wenn sich auch noch brennende Kerzen am Christbaum befinden, kann das fürchterliche Folgen für das ganze Zuhause haben! Damit die Tiere den Baum nicht umstoßen können, sollte er in einer Ecke stehen und zusätzlich (Haken an der Wand) befestigt werden.

Tierisch gute Alternativen
Holzfiguren und Strohsternen schmücken den Christbaum ebenso schön. Tipp für Katzenhalter: Samtpfoten meiden den Geruch von Zitrusfrüchten. Daher sind Zitronen oder Orangen eine ideale Dekoration. Sie machen den Baum für Stubentiger unattraktiv und verleihen zudem einen schönen weihnachtlichen Duft.

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Jedes Jahr melden sich verzweifelte Menschen in unserer Tierecke-Redaktion, weil die Katze beispielsweise ein Lametta verschluckt hat, das sich lebensgefährlich im Darm verfängt. Im besten Fall überlebt das Tier die kostspielige Notoperation. Oder es stirbt qualvoll. Ganz klar: Als Tierfreund verzichtet man auf gefährliche Weihnachtsdeko.

Maggie Entenfellner, Ressortleitung „Krone“-Tierecke

Tipps der VetMed Uni Wien

Weniger ist mehr!

  • Bruchsichere Weihnachtsdekoration: Glasschmuck (Christbaumkugeln) kann leicht brechen. Haustiere, die Teile beziehungsweise Splitter davon verschlucken, können sich an Schnauze, Speiseröhre und Organen verletzen
  • Auf Lametta verzichten - Verschlucktes Lametta kann schwerwiegende Verdauungsprobleme hervorrufen
  • Essbaren Weihnachtsschmuck (z.B. Lebkuchen) vermeiden - Dekoration aus Teig kann aufgrund seines hohen Salzgehalts Erbrechen, Durchfall und Krämpfe verursachen
  • Vorsicht bei Geschenkverpackungen - lose Geschenkbänder können verschluckt werden oder sich um die Zunge wickeln. Eingepackte Geschenke oder Verpackungsreste am besten so verstauen, dass sie für Haustiere nicht erreichbar sind.
  • Kein offenes Feuer oder echte Kerzen am Christbaum - Brandgefahr durch wedelnde Hunderuten und kletternde Katzen ist hoch
  • Bei Duftölen, Schneesprays und anderen Dekorationen, die chemische Substanzen beinhalten, ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Vegane Küche ohne Tierleid
Wer auch bei der Ernährung Rücksicht auf die Tiere nehmen möchte, hat auch zu Weihnachten jede Menge schmackhafte, gesunde und tierleidfreie Alternativen zur Auswahl. Sowohl im Internet als auch in sehr vielen Kochbüchern, die auch ein schönes Geschenk sein können, gibt es eine bunte Vielfalt an pflanzlichen Menüvorschlägen und Backrezepten, vom Festtagsbraten bis zum Vanillekipferl. Gerade für das Fest der Liebe sollten weder Fische noch Säugetiere leiden oder ihr Leben lassen müssen.

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(Bild: kmm)